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Donnerstag, 21.03.2019

22:05 bis 23:00 Uhr

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Johannes Maria Staud - Komponist | Bildquelle: © Priska Ketterer

Bildquelle: © Priska Ketterer

Horizonte

"Zimt und Antilope"

Horizonte - die Sendereihe für Neue Musik auf BR-KLASSIK.

Johannes Maria Staud, 1974 in Tirol geboren, findet seine Inspiration immer wieder im Außermusikalischen. Die plastische Struktur verkohlten Holzes etwa spielt eine Rolle in seinem jüngsten Violinkonzert für Midori, oder berührende Schtetl-Erzählungen des jüdischen-polnischen Dichters Bruno Schulz, denen er in seinem Orchester-Diptychon "Zimt" nachspürt. Mit dem Lyriker Durs Grünbein verbindet den Komponisten über Jahre hinweg eine enge künstlerische Zusammenarbeit: nach dem Monodram "Der Riss durch den Tag" und der Oper "Berenice" kam letzten Sommer im Luzerner Theater ein weiteres Bühnenwerk heraus, "Die Antilope". Ein surreales Stationendrama in sechs Bildern, das die Seelenverwandtschaft der beiden einmal mehr zeigt. Es ist eine Reise ins Innere der Hauptfigur Victor, der bei einer Firmenfeier aus dem Fenster fällt Sprache erschöpft sich hier in einem bösen Smalltalk der Belanglosigkeiten, auf die Büchner-Preisträger Grünbein als Dramatiker des Wortes mit einer phantasievollen Kunstsprache reagiert und Staud mit einer pointierten Musik der farbigen Klänge und pulsierenden Rhythmen. Für ihre Sendung hat Susanne Schmerda Lyriker und Komponist getroffen.

Der österreichische Komponist Johannes Maria Staud
Von Susanne Schmerda

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