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Dienstag, 23.04.2019

20:05 bis 22:00 Uhr

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Antonín Dvorák | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Konzertabend

Chor des Bayerischen Rundfunks

Fromme Dramatik oder dramatische Frömmigkeit: Beides beschreibt den Charakter dieses 1877 vollendeten und 1880 in Prag uraufgeführten "Stabat Mater". Die tiefe Innigkeit und fromme Ehrfurcht, gepaart mit immer wieder aufblitzender Dramatik, stehen in unmittelbarem Bezug zu jener Lebensphase, in der Dvořák das eineinhalb-stündige, großangelegte Werk komponierte. Nachdem zunächst seine erste Tochter Josefa kurz nach der Geburt verstorben war, verlor der Komponist zwei Jahre später auf tragische Weise auch noch seine zweite Tochter und seinen Sohn. Und es kann ohne Übertreibung festgestellt werden, dass ihm in dieser Zeit schwerster Schicksalsschläge vor allem sein christlicher Glaube half. In zehn Sätzen beschreibt Dvořák in seinem "Stabat Mater" das Leid der Gottesmutter unterm dem Kreuz. Dabei sind Chor und Orchester in grandioser Weise ineinander verwoben.

Sächsische Staatskapelle Dresden
Leitung: Christoph Eschenbach
Solisten: Venera Gimadieva, Sopran; Elisabeth Kulman, Mezzosopran; Tomislav Muzek, Tenor; René Pape, Bass
Antonín Dvořák: "Stabat Mater", op. 58
Aufnahme vom 16. April 2019 bei den Osterfestspielen Salzburg
anschließend:
Arvo Pärt: "Spiegel im Spiegel" ( Wladimir Spiwakow, Violine; Sergej Bezrodny, Klavier); Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett A-Dur, KV 169 (Armida Quartett)

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