BR-KLASSIK

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Donnerstag, 16.05.2019

20:05 bis 22:00 Uhr

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Die Pianistin und Komponistin Clara Wieck - verheiratete Schumann - im Alter von siebzehn Jahren.  | Bildquelle: picture alliance / akg

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Kammerkonzert

Hommage zum 200. Geburtstag von Clara Schumann

"Es geht doch nichts über das Vergnügen, etwas selbst komponiert zu haben und dann zu hören. Freilich bleibt es immer Frauenzimmerarbeit, bei der es immer an der Kraft und hie und da an der Empfindung fehlt." Es gleicht einer Selbstbezichtigung, wie sich Clara Schumann 1846 über ihre kompositorischen Ambitionen, über Selbstbilder und Rollenmuster als Künstlerin im 19. Jahrhundert äußert. Daran hatte Robert durchaus seinen Anteil, ihre Erfolge als Pianistin mochten in ihm sogar Gefühle von Konkurrenz und Neid erwecken. Rund um den 200. Geburtstag von Clara Schumann haben Solistinnen und Solisten aus dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit der Gast-Pianistin Anne Schätz ein spannendes Programm ausschließlich mit Kammermusik von Komponistinnen gebaut. Das empfindungsreiche g-Moll-Klaviertrio der Jubilarin und das groß dimensionierte a-Moll-Klavierquintett ihrer französischen Zeitgenossin Louise Farrenc bilden den Rahmen. Dazwischen ein kurzes, Debussy-nahes Streichquartett von Germaine Tailleferre, der einzigen Frau in der Pariser "Groupe des Six", und ein Trio für die aparte Besetzung Viola, Kontrabass und Klavier von der russischen Mystikerin Sofia Gubaidulina. Der Titel "Quasi hoquetus" verweist auf die gleichnamige mittelalterliche Satztechnik, das hochexpressive Stück von 1985 arbeitet mit Obertönen, fragmentierten Linien und mikrotonalen Klängen - für Musiker und Publikum eine echte Herausforderung!

Mit Solisten des BR-Symphonieorchesters
Karin Löffler-Hunziker, Andrea Eun-Jeong Kim, Violine; Giovanni Menna, Viola; Uta Zenke-Vogelmann, Violoncello; Wies de Boevé, Kontrabass; Anne Schätz, Klavier
Clara Schumann: Klaviertrio g-Moll, op. 17; Sofia Gubaidulina: "Quasi hoquetus"; Germaine Tailleferre: Streichquartett; Louise Farrenc: Klavierquintett a-Moll, op. 30
Aufnahme vom 4. Mai 2019 im Max-Joseph-Saal der Münchner Residenz

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