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Dienstag, 16.07.2019

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Herbert von Karajan: Der Dirigent streckt seinen Zeigefinger bei einer Pressekonferenz | Bildquelle: picture-alliance/dpa

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Aus dem Studio Franken Philharmonie

Zum 30. Todestag des Dirigenten Herbert von Karajan

Als wäre schon Feierabend - das Konzert zur Bürozeit in BR-KLASSIK

Vielleicht war er der größte Dirigent des 20. Jahrhunderts, sicherlich aber war er der populärste überhaupt. „Mozart kam in Salzburg zur Welt, der Geburtsstadt Herbert von Karajans.“ Das berühmte Wiener Bonmot war zugespitzt, brachte es aber auf den Punkt: Karajan war in manchen Hörerkreisen bekannter als die Komponisten, deren Werke er dirigierte. Als er in der Nachkriegszeit seine eigentliche Weltkarriere startete, repräsentierte er einen ganz neuen Typus des „klassischen“ Musikers. Unter den Kapellmeistern gehörte er nicht zu den erhaben-ehrwürdigen Herren der „alten Schule“. Er war smart, stylish, sexy - ein wagemutiger Bergsteiger und Skifahrer, hatte ein Faible für schnelle Sportwagen und Motorräder, konnte segeln und ein Flugzeug fliegen, trug extravagante Frisuren und war umgeben von den attraktivsten Frauen. Und er war ein grandioser Musiker mit einem schier gigantischen Repertoire. Die Karajan-Fans, die bis zuletzt die Aufnahmen ihres Idols sammelten und seine Konzerte besuchten, entwickelten sich zwangsläufig zu Kennern der abendländischen Musikgeschichte - von Bach bis Offenbach, von Monteverdi bis Verdi, von Gabrieli und Vivaldi bis Nono und Messiaen. Die Philharmonie am 30. Todestag Herbert von Karajans präsentiert in der ersten Stunde hauptsächlich Aufnahmen mit dem Londoner Philharmonia Orchestra, das erst 1945 von dem EMI-Produzenten Walter Legge gegründet wurde und mit dem Karajan dann zwischen 1948 und 1960 einen großen Teil seines Repertoires erstmals aufnahm - inklusive vieler „Orchestral Lollipops“, wie die Engländer leichte, effektvolle Orchesterstücke nennen. In der zweiten Stunde stehen mit den Berliner und Wiener Philharmonikern die beiden Orchester im Zentrum, mit denen Karajan in seinen späteren Jahren nahezu ausschließlich arbeitete. Nur kurz - um 1970 - währte indes seine Zeit als Dirigent und „Conseiller musical“ des Orchestre de Paris.

Emmanuel Chabrier: "España"; Jean Sibelius: "Valse triste", op. 44 (Philharmonia Orchestra); Maurice Ravel: "Miroirs", Alborada del gracioso (Orchestre de Paris); Gioacchino Rossini: "L'italiana in Algeri", Ouvertüre; Peter Tschaikowsky: "Schwanensee", Suite, op. 20 (Philharmonia Orchestra)
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Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 2 h-Moll, BWV 1067 (Berliner Philharmoniker, Cembalo und Leitung: Herbert von Karajan); Richard Strauss: "Don Juan", op. 20 (Wiener Philharmoniker); Wolfgang Amadeus Mozart: Violinkonzert G-Dur, KV 216 (Anne-Sophie Mutter, Violine; Berliner Philharmoniker); Johann Strauß: "G'schichten aus dem Wienerwald", Walzer, op. 325 (Wiener Philharmoniker); Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 4 B-Dur (Berliner Philharmoniker)

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