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Samstag, 19.10.2019

19:05 bis 22:20 Uhr

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Antonio Cesti: "Orontea" | Bildquelle: © Harmonia Mundi

Bildquelle: © Harmonia Mundi

Antonio Cesti: "Orontea"

Zum 350. Todestag des Komponisten

Gesamtaufnahmen oder Liveübertragungen von den großen Opernbühnen wie München, Mailand und New York - samstags ab 19.05 Uhr auf BR-KLASSIK

Liebe wird nicht unbedingt erwidert: manchmal gar nicht, manchmal nur halbherzig, manchmal schon auch sehr. Bevor naturgemäß fehlerhaft konstruierte Lebewesen wie Menschen dauerhaft zueinander finden, verbale Kriegsbeile gegen Friedenspfeifen eintauschen, müssen normalerweise Hindernisse überwunden werden. In Komödien war das schon immer so, selbst wenn sich ihr Personal im Dunstkreis des alten Ägypten bewegt. Das exotisch gefärbte Libretto des Giacinto Andrea Cicognini ist ein intrigenhaltiges Lustspiel, "L‘Orontea" überschreitet die Grenzen der Vernunft. Musikalisch liegt dem Barockkomponisten Antonio Cesti an der Entwicklung von Rezitativ und Arie als eigenständigen Ausdrucksformen, mit jähen Kontrasten. Durch simple, aber hochoriginelle Melodien und Rhythmen unterstreicht und hinterfragt Cesti eloquent den komplexen Gefühlshaushalt des Personals. Wer sich für die eigentümliche Sogwirkung sparsamer Barockklänge und -gesänge begeistern kann, sollte den Sendetermin der 1982 entstandenen Aufnahme von René Jacobs nicht verpassen. Zumal das Finale viel von Mozarts modernster Buffa vorwegnimmt: "Così fan tutte"!

Dramma musicale in drei Akten
In italienischer Sprache
Orontea - Helga Müller-Molinari
Creonte - Gregory Reinhart
Tibrino/Amore - Cettina Cadelo
Alidoro/Floridano - René Jacobs
Gelone - Gastone Sarti
Corindo - David James
Silandra - Isabelle Poulenard
Giacinta/Ismero - Jill Feldman
Filosofia - Andrea Bierbaum
Aristea - Guy de Mey
Concerto Vocale
Leitung: René Jacobs
Aufnahme von 1982

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