BR-KLASSIK

Inhalt

Freitag, 24.01.2020

19:05 bis 20:00 Uhr

BR-KLASSIK

zur Übersicht
Alma Rosé | Bildquelle: © Gustav Mahler Foundation

Bildquelle: © Gustav Mahler Foundation

Das Musik-Feature

"Ohne sie hätte niemand von uns überlebt"

Thematische Wort-Musiksendungen - freitags um 19.05 Uhr, Wiederholung samstags um 14.05 Uhr auf BR-KLASSIK

Alma Rosé entstammt einer österreichischen Musikerfamilie. Ihr Onkel ist Gustav Mahler, ihr Vater Arnold Rosé, Konzertmeister der Wiener Philharmoniker. Und auch Alma tritt in die musikalischen Fußstapfen des Vaters und wird Geigerin, aber sie geht ganz eigene Wege. So gründet sie in den 1920er Jahren ein Unterhaltungsorchester, das nur aus Frauen besteht und mit dem sie in ganz Europa konzertiert. Doch als sich das faschistische Deutschland 1938 Österreich einverleibt, ändern sich die Dinge schlagartig. Zwar gelingen Alma und ihr Vater die Flucht nach England, doch konzertiert Alma auch in Holland. Hier wird ihr mit dem Einmarsch der Nazis der Rückweg nach England versperrt und sie wird nach Ausschwitz verschleppt. Dort leitet sie bis zu ihrem Tod im April 1944 das "Mädchenorchester von Auschwitz". Aber die meisten anderen Musikerinnen überleben den Holocaust. "Ohne sie", so die Cellistin Anita Lasker-Wallfisch, "hätte niemand von uns überlebt".

Alma Rosés Mädchenorchester von Auschwitz
Von Arne Reul
Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr
Anschließend:
Pavel Haas: Suite, op. 17 (Christian Schmitt, Oboe; Alessandra Gentile, Klavier); Viktor Ullmann: "Hölderlin-Lieder" (Christiane Oelze, Sopran; Eric Schneider, Klavier)

    AV-Player