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Freitag, 03.04.2020

19:05 bis 20:00 Uhr

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Ballettschule | Bildquelle: picture-alliance/dpa

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Das Musik-Feature

Leichten Fußes in die Tanzkarriere

Thematische Wort-Musiksendungen - freitags um 19.05 Uhr, Wiederholung samstags um 14.05 Uhr auf BR-KLASSIK

Wer ein tanzbegeistertes Kind hat, findet sich sehr bald vor wichtigen Entscheidungen stehend. Die Auswahl an Kinderballettschulen, Tanzstudios und Ausbildungsinstituten ist groß. Das ist ein Vorteil. Doch wer die Wahl hat, hat auch die Qual. Denn welche Schule ist für mein Kind die richtige? Welches Lehrpersonal - die ehemalige Solotänzerin oder die ausgebildete Tanzpädagogin? Soll mein Kind von Anfang an mit Strenge und Disziplin auf Leistung gedrillt werden oder soll der Tanzunterricht zu Freude, Ausdruckswille und Spaß an Bewegung führen? Was ist mit dem jungen Körper - wird er Schaden nehmen?
Drohende Magersucht, harter Konkurrenzkampf und körperliche und psychische Überlastung gehören nach wie vor zu den Vorurteilen, die man als erstes gegenüber einer Ballettausbildung ins Feld führt. Doch sind es wirklich nur Vorurteile oder muss man sie für sein Kind ganz realistisch einkalkulieren? Mein Kind soll doch ein schönes, normales Leben führen können, ohne Entbehrungen und übermäßigen Stress.
Fakt ist, dass an den großen deutschen Bühnen nur sehr wenige deutsche Tänzer und Tänzerinnen engagiert werden. Ganz ähnlich wie im Bereich der Orchestermusiker und Opernsänger drängt immer mehr Konkurrenz aus dem Ausland nach Deutschland. Der Eindruck entsteht, als ob sich die jungen Menschen dort leichter in ein Ausbildungssystem mit Härte und Disziplin begeben als hier. Denn eines steht fest, Tänzer wird man nicht mehr, wenn man mit 18 anfängt. Das entscheidet sich sehr früh und dann bedeutet es viel Arbeit und Hingabe. Ähnlich wie bei Pianisten oder Geigern kann auch ein Tänzer nicht mehr aufholen, was er als Kind nicht gelernt hat.
Die Autorin Nicole Baumann, selbst auf dieser Suche, berichtet von ihrem Rundgang durch Münchner Ballett- und Tanzschulen, ihren Gesprächen mit Eltern und Tanzlehrern und Profis. Musiken von Peter Tschaikowsky, Igor Strawinsky, Léo Delibes und anderen untermalen die Sendung.

Wenn Eltern für ihren begabten Nachwuchs den richtigen Weg suchen
Von Nicole Baumann
Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr


Musikliste:
Dimitrij Schostakowitsch: "Tahiti-Trott" (Orchestre Philharmonique de Radio France, Paavo, Järvi)
Wolfgang Amadeus Mozart: Variationen über "Ah, Vous dirai-je Maman" (Myung Whun Chung, Klavier)
Peter Ludwig Hertel: "Holzschuhtanz" (Orchestra of the Royal Opera House Covent Garden: John Lanchbery)
Peter Tschaikowsky: "Schwanensee", Tanz der Schwäne (SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, Yuri Ahronovitch)
Leo Delibes: "Coppelia", Stundenwalzer (Orchestre de lÒpera de Lyon: Kent Nagano)
Joby Talbot: "Alice´s Adventures in Wonderland", The flowers garden (Royal Philharmonic Orchestra: Christopher Austin)
Kayne West: "Runaway" (Kayne West)
Adele: "Hello" (Adele)
Charles Strouse/Martin Charnin: "Annie", It's a hard knock life (Film-Cast)
Lapsley: "Station" (Lapsley)
Nikolaj Rimskij-Korsakow: "Scheherazade", Das Meer und Sindbads Schiff (Münchner Rundfunkorchester: Jun Märkl)
Frédéric Chopin: Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll, Maestoso (Ewa Kupiec, Klavier)
Felix Mendelssohn Bartholdy: "Ein Sommernachtstraum" Scherzo (Münchner Rundfunkorchester: Ivan Repušić)
Peter Tschaikowsky: "Dornröschen", Rosen-Adagio (Münchner Rundfunkorchester: Markus Poschner)
Adolphe Adam: "Giselle", Variation de Giselle (Wiener Philharmoniker, Herbert von Karajan)
Ellie Goulding/Jonny Lattimer: "Starry Eyed" (Ellie Goulding)

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