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Sonntag, 02.08.2020

17:05 bis 18:00 Uhr

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Clara Haskil | Bildquelle: picture alliance/Leemage

Bildquelle: picture alliance/Leemage

Legenden - die Pianistin Clara Haskil

Klassik Stars des 20. Jahrhunderts

Noch heute gilt Clara Haskil vielen als DIE Mozart-Interpretin überhaupt. 1895 war die Pianistin in Bukarest zur Welt gekommen. Schon mit drei Jahren förderte die Mutter Claras musikalische Begabung. Mit sieben zog Clara Haskil - unterstützt durch ein königliches Stipendium - mit ihrem Onkel nach Wien und ein Jahr später, 1903, gab sie ihr erstes öffentliches Konzert. Fortan wurde die Achtjährige als Wunderkind gefeiert. Schon 1907 wechselte Clara Haskil zu Alfred Cortot ans Pariser Concervatoire. Dank ihres sicheren musikalischen Instinkts und ihres phänomenalen Gedächtnisses hatte sie dort das Jahrespensum innerhalb von drei Monaten bewältigt, so berichtet Cortot. Eine fortschreitende, schmerzhafte Skoliose unterbrach jedoch die frühe internationale Karriere 1913. Für vier Jahre war sie gezwungen, ein Gipskorsett zu tragen. Doch mit eisernem Willen überwand Clara Haskil immer wieder auftretende gesundheitliche Rückschläge. 1918 kehrte sie auf das Konzertpodium zurück. Aber erst in den 50er Jahren gelangte die Pianistin tatsächlich zu Weltruhm.
Klarheit und Empfindsamkeit prägen das nie zu Extremen neigende Klavierspiel der Clara Haskil. Die introvertierte Pianistin litt ihr Leben lang unter starkem Lampenfieber. Und doch brauchte sie ihr Publikum, um zu künstlerischer Höchstform zu gelangen. So entfalten vor allem die Live-Aufnahmen mit Clara Haskil einen besonderen Zauber.

Johann Sebastian Bach: Toccata e-Moll, BWV 914; Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert Es-Dur, KV 271 - "Jenamy" (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Eugen Jochum); Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate G-Dur, KV 301 (Arthur Grumiaux, Violine); Domenico Scarlatti: Sonate G-Dur, K 2

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