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Donnerstag, 06.08.2020

22:05 bis 23:00 Uhr

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Naomi Pinnock | Bildquelle: © Amy Newiss

Bildquelle: © Amy Newiss

Horizonte

Die Komponistin Naomi Pinnock

Horizonte - die Sendereihe für Neue Musik auf BR-KLASSIK.

Aufgewachsen in West Yorkshire studierte die britische Komponistin Naomi Pinnock bei Harrison Birtwistle (London) und Wolfgang Rihm (Karlsruhe). Zu den beiden genannten kommt noch ein dritter Kollege hinzu, der sie maßgeblich inspirierte und ermutigte, ihren Weg zu gehen: Gérard Grisey, über den Naomi Pinnock schrieb: "Gérard Grisey hat mal gesagt, dass es zwei Lager von Komponisten gäbe: diejenigen, die am Klang selbst interessiert sind, und diejenigen, die an der Rhetorik von Musik interessiert sind. Ich falle definitiv in die zweite Kategorie - es ist nicht so, dass mir Klang an und für sich nichts bedeuten würde, aber ich bin mehr daran interessiert, welche Auswirkungen er innerhalb einer bestimmten Gestik hat."
Diese Theorie äußert sich bei Pinnock in einer sehr fragmentarisierenden und reduktionistischen Tonsprache. Wenn man die Musik der Komponistin hört, hat man häufig das Gefühl, der permanenten Entstehung eines Klangs bzw. dem Misstrauen eines Klangs beizuwohnen.

Naomi Pinnock: Streichquartett Nr. 2 (Quatuor Bozzini); "Words" (Omar Ebrahim, Bariton; London Sinfonietta: Beat Furrer); "Lines and Spaces" (Richard Uttley, Klavier); "Music for Europe" (Ensemble Adapter)

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