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Donnerstag, 05.11.2020

20:05 bis 22:00 Uhr

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Konzert mit dem Münchener Kammerorchester

Leitung: Clemens Schuldt

Nach den spontan auf die Beine gestellten "Prolog"-Konzerten startete das Münchener Kammerorchester am 15. Oktober offiziell in die neue Saison. Chefdirigent Clemens Schuldt präsentierte Corona-bedingt statt der großformatigen "Pastorale" Beethovens eine frühe, aber keineswegs anspruchslose Symphonie Mozarts: Die 1782 in Wien uraufgeführte B-Dur-Symphonie KV 319 ist ein brillante Synthese aus Salzburger Tradition und den Errungenschaften der "Mannheimer Schule". Im Mittelpunkt des Programms steht die Uraufführung eines neuen Violinkonzerts, das der gebürtige Schweizer und Wahlösterreicher Beat Furrer für den russischen Geiger Ilya Gringolts geschrieben hat. Für seine hochsensiblen Tongebilde zwischen Stille, Geräusch und Klang bekam Furrer 2018 den Ernst von Siemens Musikpreis. Dazu passt das Eröffnungsstück des Abends: Seine "Three Places in New England" komponierte der Klangpionier Charles Ives Anfang des 20. Jahrhunderts als Hommage an seine amerikanische Heimat. Angeregt durch Schauplätze und Episoden aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, changieren diese drei Tonbilder zwischen geheimnisvollen Klangnebeln und grell montierten Militärmärschen.

Solist: Ilya Gringolts, Violine
Charles Ives: "Three Places in New England"; Beat Furrer: Violinkonzert (Auftragswerk des MKO, UA); Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie B-Dur, KV 319
Aufnahme vom 15. Oktober 2020 im Münchner Prinzregententheater

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