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Samstag, 10.04.2021

13:05 bis 14:00 Uhr

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Charles Baudelaire | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Cantabile

Zum 200. Geburtstag von Charles Baudelaire

Die Klassik-Sendung mit Highlights und Raritäten aus Oper, Lied und Konzert sowie Porträts großer Sänger am Samstagmittag

Man hat ihn den "Dichter des Dämonischen" genannt und Charles Baudelaire selbst verstand dieses Attribut bestens zu bedienen: "Ich habe Schmutz geknetet und habe ihn in Gold verwandelt" - lautete das Credo des Franzosen, der am 9. April 1821 in Paris geboren wurde und dort am 31. August 1867 mit 46 Jahren starb. In seinen Gedichten beschrieb er die Daseinsentfremdung des Großstadtmenschen, seinen Überdruss, Ennui und Widerwillen. Damit fing der französische Dichter, der selbst schon als Kind unter Einsamkeit und melancholischer Schwere litt, das Lebensgefühl seiner Zeit ein, die "bleierne Langeweile des Alltags", wie er es beschrieb, und wurde zum Begründer der modernen europäischen Lyrik.
Von Arthur Rimbaud bis Stéphane Mallarmés reichte sein Einfluss, und Komponisten von Claude Debussy bis Alban Berg ließen sich in die künstlichen Paradiese seiner Opiumträume entführen, mit denen Charles Baudelaire einen Kosmos des Bizarren und Bösen, des Hässlichen und Anstößigen schuf. Sein Gedichtband "Les Fleurs du Mal - Die Blumen des Bösen" brachte ihm ein Gerichtsverfahren ein wegen Verletzung der öffentlichen Moral. Für den Dichter war sein lyrisches Opus Magnum, in dem er auch die Schrecken der Urbanisierung und die Verarmung der Massen benannte, ein Gegenentwurf zur bürgerlichen Kunstauffassung.

Musiktitel

Liste der gespielten Musiktitel mit Komponist oder Interpret
Uhrzeit Werk/Titel Komponist/Interpret
13:05 L'invitation au voyage Henri Duparc (1848-1933) / Kozena; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin; Ticciati
13:12 Les Hiboux Deodat de Severac (1872-1921) / Francois Le Roux; Graham Johnson
13:16 aus: Cinq melodies, op. 29 Joseph Jongen (1873-1953) / Lefilliatre; Oxalys
13:20 La vie antérieure Henri Duparc (1848-1933) / Elsa Dreisig; Jonathan Ware
13:25 Der Wein Alban Berg (1885-1935) / Norman; New York Philharmonic Orchestra; Boulez
13:30 Hymne G-Dur, op. 7 Nr. 2 Gabriel Faure (1845-1924) / Gerard Souzay; Dalton Baldwin
13:33 La rançon. Lied c-Moll, op. 8 Nr. 2 Gabriel Faure (1845-1924) / Gerard Souzay; Dalton Baldwin
13:36 Cinq poèmes de Charles Baudelaire Claude Debussy (1862-1918) / Karg; Bamberger Symphoniker; Afkham

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