BR-KLASSIK

Inhalt

Freitag, 02.04.2021

19:05 bis 20:00 Uhr

BR-KLASSIK

zur Übersicht
Der Komponist Igor Stawinsky. Gemäde von Jacques Emile Blanche | Bildquelle: picture-alliance / akg-images / Erich Lessing

Bildquelle: picture-alliance / akg-images / Erich Lessing

Das Musik-Feature

Am Puls der lebendigen Welt

Thematische Wort-Musiksendungen - freitags um 19.05 Uhr, Wiederholung samstags um 14.05 Uhr auf BR-KLASSIK

Im Jahr 1910 besucht Igor Strawinsky anlässlich der Premiere des "Feuervogel" zum ersten Mal Paris. Die französische Metropole ist das Mekka der Moderne, alles Russische ist "en vogue" und der junge Komponist aus dem fernen St. Petersburg ein Künstler, der Aufsehen erregt. Erik Satie feiert ihn als "Erneuerer", Jean Cocteau vergleicht ihn mit "Elektrizität" und Claude Debussy schreibt: "Das ist kindlich und wild" und bewundert das "instinktive Genie für Klangfarbe und Rhythmus". Und so erscheint es fast logisch, dass Strawinsky drei Jahre nach dem "Feuervogel" die Musikwelt mit "Le sacre du printemps" aus den Angeln heben wird.
Kaum ein anderer Komponist hat die Musik des 20. Jahrhunderts dermaßen nachhaltig in neue Bahnen gelenkt wie Igor Strawinsky. Ohne den Kristallisationspunkt Paris wäre sein künstlerisches Leben - und damit auch sein Weg zum Erfolg - wahrscheinlich völlig anders verlaufen. Aber dennoch ist Strawinsky, der 1934 die französische Staatsangehörigkeit annimmt, nicht nur "Paris".
Anlässlich des 50. Todestages des Komponisten erzählt Markus Vanhoefer von der Beziehung zwischen dem "Erfinder der Moderne" und der Stadt, die nach 1900 ein einzigartiger Nährboden der künstlerischen Avantgarde war.

Igor Strawinsky und Paris
Von Markus Vanhoefer

Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr

    AV-Player