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Montag, 06.09.2021

18:05 bis 20:00 Uhr

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Daniel Barenboims West-Eastern Divan Orchestra | Bildquelle: picture alliance / Eva Oertwig/SCHROEWIG

Bildquelle: picture alliance / Eva Oertwig/SCHROEWIG

FESTSPIELZEIT Salzburger Festspiele

West-Eastern Divan Orchestra

Seit 2007 gastiert Daniel Barenboim mit seinem West-Eastern Divan Orchestra regelmäßig bei den Salzburger Festspielen - so auch 2021. Längst ist dieses 1999 gegründete Projektorchester, in dem junge israelische und arabische Musikerinnen und Musiker einträchtig miteinander musizieren, zu einer einzigartigen Erfolgsgeschichte geworden. Auch zu einem Aushängeschild für Barenboims unermüdliches Engagement, für ein friedliches Nebeneinander im Nahostkonflikt, also für eine Zweistaatenlösung zu werben. Am 11. August dirigierte Barenboim im Großen Festspielhaus nach der "Prometheus"-Ouvertüre von Beethoven das Doppelkonzert für Violine und Violoncello von Brahms - und brachte dafür als Solisten zwei ihm sehr nahestehende Musiker nach Salzburg mit: seinen Sohn, den Geiger Michael Barenboim, der auch Konzertmeister beim West-Eastern Divan Orchestra ist, sowie den jungen Cellisten Kian Soltani, der 1992 als Sohn iranischer Eltern in Bregenz geboren wurde. Mit beiden hat Barenboim schon mehrere CDs aufgenommen, Klaviertrios von Mozart und Beethoven, Sonaten von Debussy. Höhe- und Schlusspunkt seines Salzburger Konzerts war die eher selten zu hörende d-Moll-Symphonie von César Franck, ein monumentales Werk zwischen deutschem Klassizismus und französischem Esprit, neuartig in der dreisätzigen Form und wagnerisch orchestriert - ein mitreißendes Finale.

Leitung: Daniel Barenboim
Solisten: Michael Barenboim, Violine; Kian Soltani, Violoncello
Ludwig van Beethoven: "Die Geschöpfe des Prometheus", Ouvertüre; Johannes Brahms: Doppelkonzert a-Moll, op. 102; César Franck: Symphonie d-Moll, op. 48
Aufnahme vom 11. August 2021

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