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Samstag, 31.07.2021

17:00 bis 22:00 Uhr

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Szene aus "Tristan und Isolde" an der Bayerischen Staatsoper, Inszenierung 2021 | Bildquelle: Bayerische Staatsoper/W. Hösl

Bildquelle: Bayerische Staatsoper/W. Hösl

FESTSPIELZEIT Live aus dem Münchner Nationaltheater Münchner Opernfestspiele

Richard Wagner: "Tristan und Isolde"

"Tristan und Isolde" gilt als Werk der Extreme. Von der epischen Vorlage und ihrem Reichtum an Episoden blieb im Musikdrama Richard Wagners kaum mehr übrig als einige Figuren und Konstellationen, die der Komponist als sein eigener Librettist zu drei Aufzügen mit wenigen Szenen verdichtete. Es ist alles getilgt, was nicht dem unmittelbaren Zusammenhang angehört, um den es einzig geht: die Tragik von unerfüllbarer Liebessehnsucht und verzehrendem Todesverlangen. Die archaisierende Sprache des Librettos erinnert in ihrer oft dunklen Metaphorik an Novalis‘ "Hymnen an die Nacht". Der Dialog ist Kommunikation der Sprachlosigkeit - die Redenden verstehen einander nicht. Sie verschweigen mehr, als sie sagen. Das Gespräch schlägt um in gemeinsamen Monolog. Der Dialektik von innerer und äußerer Realität entspricht das Raffinement der einzigartigen Tonsprache, die einen Gipfel der musikalischen Romantik markiert - mit erheblichem Einfluss auf die Moderne. Zu den Münchner Opernfestspielen 2021 präsentiert die Bayerische Staatsoper eine Neuproduktion von "Tristan und Isolde" unter der Leitung von Kirill Petrenko - mit Rollendebüts von Jonas Kaufmann und Anja Harteros in ihrer sechsten gemeinsamen Staatsopern-Premiere. BR-KLASSIK überträgt live im Radio.

Handlung in drei Aufzügen
Tristan - Jonas Kaufmann
König Marke - Mika Kares
Isolde - Anja Harteros
Kurwenal - Wolfgang Koch
Melot - Sean Michael Plumb
Brangäne - Okka von der Damerau
und andere
Chor der Bayerischen Staatsoper
Bayerisches Staatsorchester
Leitung: Kirill Petrenko
Präsentation: Benedikt Schregle

PausenZeichen
Nach dem 1. Aufzug:
1) "Tristan" - Jonas Kaufmann zu seinem Rollendebüt
Ein Beitrag von Peter Jungblut
2) "Zukunftsmusik - Der 'Tristan' und die Avantgarde"
Ein Feature von Thorsten Preuß
3) "Einsam wachend in der Nacht: Nebenrolle oder Schlüsselfigur? Ein Brief an Brangäne"
Ein Essay von Alexandra Maria Dielitz

Nach dem 2. Aufzug:
"Tristan und Mathilde": Ein Kapitel der Wagner-Hörbiographie von Jörg Handstein

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