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Montag, 25.10.2021

19:05 bis 20:00 Uhr

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Sena Jurinac als Elisabetta in "Don Carlo" von Giuseppe Verdi | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

con passione

Zum 100. Geburtstag der Sopranistin Sena Jurinac

Passionierte Opernliebhaber aufgepasst: Am Montagabend heißt es "Vorhang auf" für Grand Opéra, Singspiel und Melodramma; für Cavatine, Stretta und "unendliche Melodie"; für legendäre Interpreten, internationale Sängerstars und vielversprechende Talente. Eine Stunde im Zeichen des leidenschaftlichen Gesangs und der gesungenen Leidenschaften von Barock bis Gegenwart!

Eine Künstlerin, deren Gesang expressive Wärme und Energie in höchster Konzentration verströmte, einen musikalischen Facettenreichtum bot, der seinesgleichen sucht. Sena Jurinac hatte eine Stimme von außergewöhnlichem Umfang, was ihr die Interpretation von Sopran- ebenso wie Mezzosopranrollen erlaubte, von Mozarts Cherubino und Gräfin Almaviva in "Le nozze di Figaro", Strauss’ Octavian und Marschallin im "Rosenkavalier". Nie verlor sie dabei die Kontrolle über ihr technisches Rüstzeug, ihre Diktion blieb präzise, die Tongebung geschmeidig. Auch wenn sie nie an der Metropolitan Opera New York sang - der Wiener Staatsoper zum Beispiel war Sena Jurinac jahrzehntelang eng verbunden. Seit 1951 trug sie im Haus am Ring den Titel Kammersängerin. Man liebte "die Sena", wie man sie nannte, für ihren Gesang und ihre Darstellung im deutschen, italienischen und slawischen Repertoire - auch bei Gastspielen in Salzburg und London, Glyndebourne und Mailand. Unter den Dirigenten waren Fritz Busch, Karl Böhm und Herbert von Karajan ihre wichtigsten Mentoren, wobei Karajan sich auch Verdi und Puccini von der Sängerin wünschte - ohne lange darauf warten zu müssen. Ihren Abschied von der Bühne feierte Sena Jurinac als Marschallin in Strauss’ "Rosenkavalier" 1982. Ihren Alterswohnsitz fand sie in der schwäbischen Stadt Neusäß, westlich von Augsburg. Zum 100.Geburtstag sendet BR-KLASSIK einige der schönsten Aufnahmen von Sena Jurinac.

Giuseppe Verdi: "Don Carlo", Szene und Arie der Elisabetta aus dem 4. Akt (Münchner Rundfunkorchester: Horst Stein); Claudio Monteverdi: "L'incoronazione di Poppea", Szene Poppea - Nerone aus dem 3. Akt (Gerhard Stolze, Tenor; Orchester der Wiener Staatsoper: Herbert von Karajan); Wolfgang Amadeus Mozart: "Così fan tutte", Rezitativ und Rondo der Fiordiligi aus dem 2. Akt (Glyndebourne Festival Orchestra: Fritz Busch); "Don Giovanni", Terzett Donna Elvira - Don Giovanni - Leporello aus dem 2. Akt (George London, Bariton; Erich Kunz, Bass; Orchester der Wiener Staatsoper: Karl Böhm); Richard Strauss: "Der Rosenkavalier", Duett Octavian - Sophie aus dem 2. Aufzug (Hilde Güden, Sopran; Wiener Philharmoniker: Erich Kleiber); Ludwig van Beethoven: "Fidelio", Rezitativ und Arie der Leonore aus dem 1. Akt (Bayerisches Staatsorchester: Hans Knappertsbusch)

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