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Dienstag, 23.11.2021

20:05 bis 22:00 Uhr

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Pablo Heras-Casado | Bildquelle: Fernando Sancho

Bildquelle: Fernando Sancho

Surround Konzert der musica viva

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Das Dazwischen ist ein besonderer Ort: auf Reisen, in Trance oder auf halber Strecke zwischen Traum und Wirklichkeit. In Arnulf Hermanns Auftragswerk für die "musica viva" geht es um diesen Schwebezustand. Dorthin führen manische Zustände, Beethovens Spuren und ein Gedicht von Monika Rinck. Arnulf Herrmann ist ein Komponist, der sein Klangmaterial auseinandernimmt und wieder zusammensetzt, der spaltet, schichtet, neu ordnet und in den Zwischenräumen neue Welten entdeckt. Herrmann gehört zur selben Komponistengeneration wie der in Deutschland lebende, aber in Estland geborene Finne Jüri Reinvere. Was beide verbindet, ist die Liebe zur Lyrik, die in Reinveres Klangwelt oft flüchtig leichte Formen annimmt. Der Komponist, Dichter und Essayist, dessen Œuvre von Opern über elektronische Musik bis hin zu elektroakustischen Arbeiten reicht, legt sich stilistisch nicht fest. Sein Idiom changiert zwischen Moderne und Romantik, ohne den Anspruch, alles miteinander versöhnen zu müssen.

Leitung: Pablo Heras-Casado
Solistin: Anja Petersen, Sopran
Jüri Reinvere: "Vom Sterben der Sterne" (Uraufführung); Arnulf Herrmann: "Tour de Trance" (Uraufführung)
Aufnahme vom 12. November 2021 im Herkulessaal der Münchner Residenz

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