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Mittwoch, 19.01.2022

20:05 bis 22:00 Uhr

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Bamberger Symphoniker | Bildquelle: © Andreas Herzau

Bildquelle: © Andreas Herzau

BR Franken BR-KLASSIK - Konzertabend

Bamberger Symphoniker

Symphonisches, Oratorium oder Kammermusik am Abend - von Montag bis Freitag um 20.05 Uhr auf BR-KLASSIK

Eine ganz außergewöhnliche Sängerinnen-Persönlichkeit hat ihre Karriere beendet: Elisabeth Kulman, geboren 1973 im österreichischen Burgenland. Nach dem Studium an der Wiener Musikuniversität startete sie 2001 ihre Karriere als Pamina an der Wiener Volksoper. Vier Jahre später wechselte sie vom Sopran-Fach ins Mezzosopran- und Alt-Fach und profilierte sich in der Folge u.a. als Carmen an der Berliner Staatsoper, als Orpheus in Glucks "Orphée et Euridice" an der Opéra National de Paris und als Orlofsky in der "Fledermaus" an der Wiener Staatsoper. 2015 gab sie bekannt, dass sie an keiner szenischen Opernproduktion mehr teilnehmen werde und erschien fortan nur noch im Konzertsaal. In der Initiative "art but fair" engagierte sie sich für faire Arbeitsbedingungen und Gagen in den Darstellenden Künsten und in der Musik. 2021 - exakt zwanzig Jahre nach ihrem Karrierestart - beendete Elisabeth Kulman dann auch ihre Laufbahn als Konzertsängerin. "Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist", so die Sängerin. In einem Konzert der Bamberger Symphoniker unter der Leitung von Jakub Hrůša nahm sie kurz vor Weihnachten Abschied vom Publikum. Auf dem Programm: Highlights der orchesterbegleiteten Solo-Vokalmusik der Spätromantik - das "Liber scriptus" aus Verdis Requiem, das "Inflammatus" aus Dvořáks "Stabat Mater", zwei von Wagners Wesendonck-Lieder und das "Urlicht" aus Mahlers Zweiter Symphonie. Als rein instrumentale Einlagen: das Vorspiel zum 3. Akt aus "La Traviata" und das Intermezzo aus "Cavalleria rusticana". Nach der Pause des langen Konzerts dann Bruckners letzte Symphonie - die im Zeichen des Abschieds stehende "Neunte" in d-Moll.

Leitung: Jakub Hrůša
Solistin: Elisabeth Kulman, Alt
Giuseppe Verdi: "La traviata", Vorspiel zum 3. Akt; Messa da Requiem, Liber scriptus; Antonín Dvořák: "Stabat Mater", Inflammatus et accensus; Pietro Mascagni: "Cavalleria rusticana", Intermezzo; Richard Wagner: "Wesendonck-Lieder", Schmerzen und Träume; Gustav Mahler: Symphonie Nr. 2, Urlicht; Anton Bruckner: Symphonie Nr. 9 d-Moll
Aufnahme vom 19. Dezember 2021

Anschließend:
Max Bruch: Konzert e-Moll, op. 88 (Eduard Brunner, Klarinette; Tabea Zimmermann, Viola; Bamberger Symphoniker: Lothar Zagrosek)

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