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Samstag, 24.09.2022

14:05 bis 15:00 Uhr

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Alpen: Sonnenaufgang nach einer Gewitternacht auf der Hochplatte im Mangfallgebirge | Bildquelle: Bernd Römmelt

Bildquelle: Bernd Römmelt

BR-KLASSIK - Das Musik-Feature

Alpenglühen

Thematische Wort-Musiksendungen - freitags um 19.05 Uhr, Wiederholung samstags um 14.05 Uhr auf BR-KLASSIK

"Sie brauchen gar nicht mehr hinzusehen, das habe ich alles schon weg komponiert", sagte Mahler zu Bruno Walter bei dessen Besuch in Mahlers Urlaubsort in den Alpen, als dieser an der dritten Symphonie arbeitete. Das Alpenpanorama musikalisch zu beschreiben ist eine relativ neue Kunst: Im 19. Jahrhundert wurde das Gebirge als bombastisch-romantische Gegend beschrieben und als Faszinosum empfunden: Gustav Mahler, Richard Strauss oder Franz Liszt bildeten die Berge in all ihrer Gewalt oder auch Lieblichkeit musikalisch ab. Die Alpen erfuhren in der musikalischen Darstellung einen Bedeutungswandel: Von der Bombastik und Romantik zur Sehnsucht nach Identität und Verortung, vom Ausdruck des Lieblichen bis zur Neuentdeckung einer alpinen Innenexotik. Das reizt auch noch heute Filmmusiker und Jazzer wie Enjott Schneider oder Matthias Schriefl.

Wie die Musiker zum Berg und die Berge zur Musik kamen
Von Ulrike Zöller

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