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Sonntag, 15.01.2023

07:05 bis 08:00 Uhr

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CD-Tipp "Haydn - Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Mariss Jansons" | Bildquelle: BR-Klassik, Montage: BR

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BR-KLASSIK - Laudate Dominum

Zum 80. Geburtstag des Dirigenten Mariss Jansons (V)

Geistliche Musik - der Sonntagmorgen in BR-KLASSIK - Choräle, Messvertonungen und Instrumentalmusik

"Die Welt mit Klang umarmen: Der aufrichtigste, integerste, empathischste Dirigent der Welt ist tot", schrieb die Süddeutsche Zeitung, nachdem Mariss Jansons am 1. Dezember 2019 im Alter von 76 Jahren in Sankt Petersburg verstorben war. Bis zuletzt war Jansons Chefdirigent von Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks, bis 2015 parallel dazu auch beim Amsterdamer Concertgebouw-Orchester. Am 14. Januar 1943 als Sohn eines Dirigenten in Riga geboren, wurde Jansons wie sein Vater vor allem als Assistent des legendären Jewgenij Mrawinskij bei den Leningrader Philharmonikern geprägt - zuvor hatte er bei Hans Swarowsky und Herbert von Karajan in Wien studiert. Im Westen berühmt wurde Jansons durch seine zwanzigjährige Ära beim Oslo Philharmonic, das er zu einem Weltklasse-Orchester formte.
Aus Anlass seines 80. Geburtstages widmet ihm BR-KLASSIK eine ganze Reihe von Hörfunk-Sendungen. Den Auftakt macht am Mittwoch, 11. Januar (22.05) der Chor des Bayerischen Rundfunks, der unter der Leitung von Jansons auch die innigen "Chichester Psalms" seines hochgeschätzten Kollegen Leonard Bernstein singt. Am Samstag, 14. Januar, dem eigentlichen Geburtstag, gibt es zunächst ein zweistündiges Porträt des unvergessenen Dirigenten (10.05), in "Cantabile" (13.05) ist Jansons dann als Operndirigent vor allem mit russischem Repertoire zu erleben, bevor in "On stage" (15.05) sein Engagement für die Education-Arbeit mit der Orchesterakademie des BRSO, mit dem Bayerischen Landesjugendorchester oder dem Orchester der Würzburger Musikhochschule gewürdigt wird. Mit seinen beiden Münchner Kollektiven ist Jansons auch am Sonntag, 15. Januar tonangebend im Programm von BR-KLASSIK, in "Laudate Dominum" (7.05) und "Geistliche Musik" (22.05) leitet er Haydns "Harmoniemesse" und Gounods "Cäcilienmesse". Dazwischen vereint die "Symphonische Matinée" (10.05) mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks wie in einem Brennspiegel das Kernrepertoire von Jansons: mit der Zweiten Symphonie aus seinem gerühmten Beethoven-Zyklus, mit einer Kostprobe des großen Schostakowitsch-Dirigenten Jansons und mit Mahler-Liedern, interpretiert von Thomas Hampson, der 2013 bei der Verleihung des Ernst von Siemens Musikpreises an Jansons die Laudatio auf seinen Freund gehalten hatte. Sergej Rachmaninows grandiose Kantate "Die Glocken" über die vier Lebensalter kann man am Abend auf ARD alpha (21.45) auch im Bild erleben, in der Konzertaufzeichnung von 2016 dirigiert Jansons beim BRSO außerdem die Beethoven-Fantasia von John Corigliano und das Violinkonzert von Erich Wolfgang Korngold.

Joseph Haydn: Missa B-Dur, Hob. XXII/14 - "Harmoniemesse" (Malin Hartelius, Michaela Knab, Sopran; Judith Schmid, Alt; Christian Elsner, Bernhard Schneider, Tenor; Franz-Josef Selig, Bass; Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Mariss Jansons); Anton Bruckner: "Windhaager Messe" (Ales Bárta, Orgel; Czech Horn Chorus)

Teil VI: 10.05 Uhr

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