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Freitag, 16.12.2016

09:05 bis 11:55 Uhr

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Trevor Pinnock | Bildquelle: dpa-Bildfunk

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Aus dem Studio Franken: Philharmonie

Das Konzert am Vormittag

Als wäre schon Feierabend - das Konzert zur Bürozeit in BR-KLASSIK

Schon in den Achtziger Jahren bekannte kein Geringerer als Leonard Bernstein: "Seine Aufführungen von Bach und Händel lassen mich vor lauter Begeisterung aus dem Sessel hochschnellen!" Damals war die Historische Aufführungspraxis bei weitem noch nicht so "en vogue" wie heutzutage. Aber er war schon an vorderster Front dabei: Trevor Pinnock, der englische Dirigent und Cembalist. Am 16. Dezember - exakt vor siebzig Jahren - wurde er als Sohn eines Bandleaders der Heilsarmee in Canterbury geboren. Erste musikalische Erfahrungen sammelte er als Chorknabe in der Kathedrale seiner Heimatstadt. In den Sechziger Jahren studierte er Orgel und Cembalo am Royal College of Music in London. Nikolaus Harnoncourt und Gustav Leonhardt gehörten zu seinen großen Vorbildern. Nach seiner Tätigkeit als Cembalist der Academy of St. Martin in the Fields gründete er 1973 sein Originalklang-Ensemble "The English Concert" und debütierte mit ihm im selben Jahr beim English Bach Festival. Über drei Jahrzehnte leitete er das Ensemble, dirigierte es vom Cembalo aus und spielte mit ihm ein großes Repertoire von Musik des Barock und der Frühklassik ein. 1999 wurde er mit dem Händel-Preis der Stadt Halle ausgezeichnet. Später wurde er Chef des kanadischen National Arts Center Orchestra in Ottawa (als Vorgänger von Pinchas Zukerman und Alexander Shelley). Anlässlich seines 60. Geburtstages gründete Trevor Pinnock 2006 das European Brandenburg Ensemble und spielte mit ihm sämtliche Brandenburgischen Konzerte im Konzert und Aufnahmestudio. 2008 stand er erstmals am Pult der Berliner Philharmoniker. Als Konzert- und Operndirigent verfolgt er heute eine Karriere auch jenseits der Historischen Aufführungspraxis.

Carl Friedrich Abel: Symphonie F-Dur, op. 7, Nr. 4 (Cantilena: Adrian Shepherd); Johann Christian Bach: Bläsersymphonie Nr. 6 B-Dur (Consortium Classicum); Georg Friedrich Händel: Concerto grosso D-Dur, op. 6, Nr. 5; Joseph Haydn: Symphonie Nr. 59 A-Dur - "Feuer-Symphonie" (The English Concert: Trevor Pinnock)
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Antonín Dvořák: "Das goldene Spinnrad", op. 109 (Concertgebouw-Orchester Amsterdam: Nikolaus Harnoncourt); Carl Maria von Weber: Andante und Rondo ungarese, op. 35 (Karl Kolbinger, Fagott; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Karl Anton Rickenbacher); Edvard Grieg: Klavierkonzert a-Moll, op. 16 (Krystian Zimerman, Klavier; Berliner Philharmoniker: Herbert von Karajan); Alexander Borodin: Symphonie Nr. 1 Es-Dur (Norwegisches Rundfunk-Sinfonie Orchester: Ari Rasilainen)

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