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KlickKlack

Das Musikmagazin mit Sol Gabetta und Martin Grubinger

KlickKlack am 5. Mai 2020 Spezialausgabe: Zehn Jahre KlickKlack

KlickKlack hat Geburtstag! Zehn Jahre schon moderieren Sol Gabetta und Martin Grubinger ihr Musikmagazin - ein Grund zum Feiern! Leider nicht wie geplant mit einem großen Konzert, sondern von zu Hause aus. Wir lassen dabei noch einmal die erste Sendung Revue passieren, mit dabei sind: Gabriela Montero, Yuja Wang und Bobby McFerrin.

Sol Gabetta bei der Moderation der ersten Sendung 2010. | Bildquelle: BR

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Ganze Sendung anschauen: KlickKlack vom 05.05.2020

Eigentlich wollten wir unser zehnjähriges Jubiläum mit einem großen Konzert mit alten KlickKlack-Freunden und Gefährten begehen, Corona hat uns leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Macht nix, wir feiern im kleinen Kreis, Martin Grubinger führt uns von Zuhause aus durch diese Spezialausgabe.

Martin Grubinger moderiert aus dem Homeoffice, gefilmt von seiner Frau Ferzan mit dem Handy. | Bildquelle: BR Martin Grubinger moderiert im Home-Office | Bildquelle: BR

In den zehn Jahren seines Bestehens ist KlickKlack zweimal um die Welt gereist, wir haben quer über den Globus unzählige Künstlerinnen und Künstler und ihre tolle Musik kennengelernt. Sidney, Montevideo, New York, Sao Paulo: Wir blicken zurück auf ein Jahrzehnt voller musikalischer Highlights. Und wir reisen auch zu den Ursprüngen unserer beiden Moderatoren: Wir zeigen eine kleine Doku über Martin Grubinger, die vor zehn Jahren für KlickKlack gedreht und ausgestrahlt wurde. Darin zeigt Martin uns sein Heimatdorf in Oberösterreich und erzählt, wie er schon mit sieben Jahren die Schaukel gegen einen Schlagzeugraum getauscht hat. Außerdem begleiten wir Sol Gabetta bei einem emotionalen Auftritt in ihrer Heimat Buenos Aires, treffen dort auf ihren ersten Cellolehrer und zeigen eine seltene Konzertaufnahme der achtjährigen Sol im argentinischen Fernsehen.

Improvisationstalent und KlickKlack-Titelmusik-Interpretin: Gabriela Montero 

Pianistin Gabriela Montero. | Bildquelle: BR Gabriela Montero | Bildquelle: BR

Die allererste KlickKlack-Sendung wurde von Sol Gabetta moderiert, zu Gast war damals Gabriela Montero. Die Pianistin aus Venezuela besitzt die seltene Gabe, über jedes Stück, Thema oder Melodie frei improvisieren zu können. „Ich improvisiere seit ich ein kleines Mädchen bin,“ erzählt sie uns. „Das ist für mich der natürlichste Zugang zum Klavier, um Geschichten zu erzählen und meiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Das war immer ein Teil von mir und meines künstlerischen Ausdrucks.“ Bei uns in der Sendung improvisiert die klassisch ausgebildete Musikerin sogar über ein Handyklingelton.

So muss sich das Fliegen anfühlen.
Gabriela Montero übers Improvisieren

Mit Gabriela Montero hat KlickKlack die perfekte Titelmelodie-Interpretin gefunden. Die Improvisationskünstlerin spielt für uns fantasievoll mit der Arie des Kleinzack aus Jacques Offenbachs Oper "Hoffmanns Erzählungen" und führt das Thema durch sämtliche Epochen und Stile - von Barock über Klassik und Jazz bis hin zu Samba oder Bossa Nova. Die so entstandenen Musikclips ziehen sich als roter Faden durch die Sendung – seit nunmehr zehn Jahren.

Stimmakrobat und Dirigent: Bobby MacFerrin

Die erste KlickKlack-Sendung stand ganz im Zeichen der Improvisation. Damals war der weltberühmte Gesangsakrobat Bobby McFerrin zu Gast beim Münchner Rundfunkorchester und hat zusammen mit Sol Gabetta musiziert – inklusive einer spontanen Impro-Session. Viele kennen und lieben seinen unverwüstlichen Welthit "Don't worry, be happy". Damit hat er einen Millionenseller kreiert, für den er vier Grammys bekam und der heute noch in aller Ohren ist. Doch im kreativen Kosmos des amerikanischen Wundersängers gibt es noch viel mehr zu entdecken.

Dirigieren ist Atmen. Man muss dem Orchester nur sagen, wo es atmen soll.
Bobby McFerrin

Der amerikanische Sänger und Dirigent Bobby McFerrin. | Bildquelle: BR Bobby McFerrin | Bildquelle: BR Kurz nachdem "Don't worry, be happy" an die Spitzenposition der Popcharts geschnellt war, tauchte Bobby McFerrin ab und lernte das Dirigieren, weil er Mozart und Beethoven neu kennenlernen wollte. "Am Anfang hieß es schon: das ist der Typ mit ‚Don't worry, be happy‘, was hat denn der schon zu Beethoven zu sagen?", erzählt uns Bobby McFerrin. "Mit der Zeit aber wurde ich akzeptiert und solche Vorurteile verschwanden." Als Dirigent lernen wir ihn auch bei KlickKlack kennen: ganz versunken in die Musik – und in den Pausen sehr freundlich und sympathisch, den Dirigierstab lässig in seine Dreadlocks gesteckt.

Zum Schluss der Jubiläumsausgabe schenkt Martin Grubinger uns noch einen Ausschnitt aus einer coronabedingten Online-Session mit dem Percussiv Planet Ensemble aus dem Homeoffice – und bei dieser geballten Feuerpower bleibt kein Fuß ruhig stehen!

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