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KlickKlack

Das Musikmagazin mit Sol Gabetta und Martin Grubinger

KlickKlack mit Martin Grubinger Aus dem Gewandhaus in Leipzig

Martin Grubinger begrüßt seine Zuschauer aus dem Gewandhaus in Leipzig. Seine Gäste sind: die Klavier-Brüder Lucas & Arthur Jussen, das Duo Gorbatschow und Freund, das virtuoses Balalaika-Spiel mit skurrilem Humor kombiniert und der Dirigent Ainars Rubikis, der in letzter Minute in Leipzig einsprang und das Konzert mit Martin Grubinger rettete.

KlickKlack mit Martin Grubinger am 5.12.17 | Bildquelle: BR

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Mit Balalaika, Klavier-Duo und Martin Grubinger

Die Formation Klavierduo erfordert unglaublich viel Nähe. Zwei Menschen an einem Instrument - das bedeutet viel Körperkontakt, Atmen gemeinsam im Takt, jede Bewegung wie aus einem Guss. Lucas und Arthur Jussen aus Holland fällt das nicht schwer: schließlich sind die beiden Brüder und musizieren seit ihrer frühen Kindheit zusammen.

KlickKlack mit Martin Grubinger am 5.12.17 | Bildquelle: BR Lucas und Arthur Jussen | Bildquelle: BR

Die Beiden kommen aus einer musikalischen Familie: der Vater spielt Pauke im Rundfunkorchester Hilversum, die Mutter unterrichtet Querflöte. Zuerst fängt Lucas, der ältere der beiden, mit Klavier an. Arthur zieht bald nach. "Ich habe Glück gehabt," sagt Arthur. "Lucas war immer ein netter Bruder - er hat mich nie gehänselt oder bevormundet, sondern wir haben einfach zusammen Klavier gespielt." Schon bald zeigt sich, dass die Brüder echte Naturtalente auf ihrem Instrument sind. Als Kinder treten sie vor der niederländischen Königin Beatrix auf und erspielen erste Preise bei Wettbewerben. Heute sind die Beiden Superstars in ihrer Heimat. Sie nehmen CDs auf, spielen in den großen Konzertsälen der Welt.

Die schönsten, die aufregendsten Momente auf der Bühne sind, wenn etwas passiert, das man nicht geplant hat.
Lucas Jussen

Die ständige Nähe scheint dem Brüdergespann nichts auszumachen. "Ich finde, du bist ein guter Typ!“ - sagt Lucas und klopft Arthur anerkennend auf die Schulter. "Danke, du auch."  Die beiden prusten los. Im Interview wirken die zwei wie ein eingespieltes Team: Mal fängt der eine einen Satz an - der andere übernimmt. Dann ist es anders herum. "Natürlich gibt es als Brüder immer wieder Tage, an denen man sich nicht so gut versteht," sagt Arthur. "Aber wenn wir auf die Bühne gehen, ist alles weg. Da konzentrieren wir uns nur auf das Spielen." 

Klavierduo Jussen in Deutschland:

6. Dezember 2017 - Schwiessel, Festspiele Mecklenburg Vorpommern
11. und 12. Januar 2018 - Essen
31. Januar 2018 - Berlin
2. Februar 2018 - Frankfurt

Gorbatschow und Freund - mit swingender Balalaika

KlickKlack mit Martin Grubinger am 5.12.17 | Bildquelle: BR Gorbatschow und Freund | Bildquelle: BR

"Unglaublich, was man aus nur drei Saiten alles rausholen kann!" - dachte der deutsche Pianist Lothar Freund, als er zum ersten Mal einen Auftritt des russischen Balalaika-Virtuosen Andrej Gorbatschow im Fernsehen sah. "Den muss ich mal anrufen!". Seit 2000 gibt es nun das Duo Gorbatschow und Freund. Inzwischen hat es über 1500 Konzerte weltweit gespielt. Dabei umgehen die Musiker ganz geschickt die typischen russisch-folkloristischen Klischees, die an Balalaika so oft haften. Mit Werken von Scarlatti, Rameau, Paganini, de Sarasate rücken Gorbatschow und Freund das dreieckige Holzinstrument in ein neues Licht. Ihre Auftritte sind atemberaubende, hochvirtuose Konzertereignisse - gewürzt mit herrlich skurrilem Humor.

Ainars Rubikis springt in Leipzig ein

KlickKlack mit Martin Grubinger am 5.12.17 | Bildquelle: BR Ainars Rubikis | Bildquelle: BR

Was passiert, wenn das Telefon klingelt, der Manager des weltberühmten Gewandhausorchesters ist dran und er fragt: "Kannst du morgen mit den Proben starten? Das Konzert ist dann am Samstag"? So erging es dem lettischen Dirigenten Ainars Rubikis erst vor ein paar Tagen. 24 Stunden Zeit hatte er dann, um die Partituren einzustudieren. Zusammen mit dem Orchester und dem Solisten Martin Grubinger stürzte der Dirigent sich in die Arbeit. Ganze drei verschiedene Schlagzeug-Konzerte vom Tan Dun, John Corigliano und Peter Eötvös standen auf dem Programm. In den Probenpausen nutzte Martin Grubinger die Gelegenheit, mit Ainars Rubikis auch über seinen neuen Posten als Chefdirigent der Komischen Oper Berlin zu sprechen. Und am Konzertabend gab es dann noch eine für das Publikum herausfordernde Überraschung: Martin Grubinger spielte als Zugabe eine Improvisation über ein Werk von Schostakowitsch - und die Zuschauer sollten via Facebook erraten, um welches Stück genau es sich handelte.

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