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KlickKlack

Das Musikmagazin mit Sol Gabetta und Martin Grubinger

Themen & Gäste KlickKlack am 10.10.2017

Martin Grubinger begrüßt Sie aus Schweinfurt. Hier spielte er mit der Philharmonie Südwestfalen das Schlagzeugkonzert "Frozen in Time" von Avner Dorman. Zu Gast sind diesmal John Williams und Steven Spielberg, der Geigen-Virtuose Nemanja Radulović, der Bariton Bryan Benner sowie Multitalent Alexander von Hagke.

Martin Grubinger | Bildquelle: BR

Bildquelle: BR

KlickKlack vom 10.10.2017

Das Musikmagazin zum Nachschauen

Nemanja Radulović

Nemanja Radulović | Bildquelle: BR Bildquelle: BR Der Geiger aus Serbien ist nicht nur ein großartiger Virtuose, sondern er probiert auch immer wieder Neues aus und lotet dabei die Grenzen aus. Dabei macht er keine Unterschiede zwischen Musikstilen, sondern spielt, was ihm gefällt. Im vergangenen Jahr nahm er zum Beispiel eine Bach-CD auf und arrangierte dafür Werke, die nicht für Violine geschrieben wurden. Wenn er an einer Interpretation arbeitet, ist der Ausgangspunkt die Intuition, doch dann kommt das Nachdenken über die Musik - immer.

Dank seiner Musik spüre ich seine Präsenz.
(Nemanja Radulović)

Johann Sebastian Bachs Musik gehört zum Alltag des Geigers. Sie ist für ihn eine Art, vom hektischen Alltag abzuschalten und Klarheit zu gewinnen.

Bryan Benner

Bryan Benner | Bildquelle: BR Bildquelle: BR In Wien, wo der Bariton seit 2011 lebt und arbeitet, ist Bryan Benner längst kein Geheimtipp mehr. KlickKlack traf den Opernsänger, Folksänger und Komponisten mit seiner Band "The Erlkings" beim PODIUM Festival in Esslingen. Hier präsentierten die Musiker Schuberts Liederzyklus "Die schöne Müllerin", unkonventionell und von jedem Pathos befreit. Bryan Benner hat die Liedtexte in seine Muttersprache Englisch übersetzt, um einen ganz direkten Zugang zu dem zu bekommen, was er singt. Ausgangspunkt für das Arrangement für Gesang, Gitarre, Tuba und Schlagzeug war der Klavierauszug. Hinzugekommen sind moderne Stilmittel, die Rhythmus und Klang erweitern. Ein bisschen klingt das manchmal nach Elvis. Für die "Erlkings" ein großes Kompliment, denn schließlich war und ist er der wahre King.

Alexander von Hagke

Alexander von Hagk | Bildquelle: BR Bildquelle: BR Als Martin Grubinger den Saxophonisten zum ersten Mal hörte, spielte er in der Münchner Jazz-Metal-Band "Panzerballett". Ein Wiedersehen gab es auf dem Odeonsplatz. Hier spielte Alexander von Hagke bei den Münchner Philharmonikern Saxophon. Diese Vielseitigkeit konnte Martin Grubinger für sein Ensemble "The Percussive Planet" gut gebrauchen und engagierte den Saxophonisten, der auch Flöte, Klarinette und Schlagzeug spielt, für sein Programm "The Century of Percussion". In seinem eigenen Ensemble "Passo Avanti" hat Alexander von Hagke Musikerinnen und Musiker vereint, die genauso grenzgängerisch unterwegs sind wie er. Zusammen mit Julia Bassler, Mario Koruncic (beide Violine), Vlado Grizelj (Gitarre) und Eugen Bazijan (Cello) hinterfragt Alexander von Hagke klassische Musik. Dabei bleibt die klassische Musik im Vordergrund und geht nicht in der Improvisation verloren. Und am Ende klingt sie so, wie sie vielleicht klingen würde, wenn die Komponisten heute leben würden.

John Williams & Steven Spielberg

John Williams | Bildquelle: BR Bildquelle: BR Neben der Filmmusik zu Star Wars ist John Williams, der mehrfach mit dem Academy Award und dem Grammy ausgezeichnet wurde, berühmt für seine Musik für die Filme von Steven Spielberg, zum Beispiel für "Der weiße Hai", "Indiana Jones" oder "Jurassic Parc", um nur einige zu nennen. Nun hat das kreative Duo diese Musik neu aufgenommen und zwar in der Royal Hall in Los Angeles. Dann stand die Aufnahme der Filmmusik zu "Catch Me if You Can" an. Der Film mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle spielt in den 60er Jahren, und die Musik hat so eine jazzige Note. Und für die brauchte er den besten Vibraphon-Spieler der Welt.

Es ist toll, Martin Grubinger beim Spielen zuzuschauen. Er ist wie ein Magier.
(John Williams)

Steven Spielberg | Bildquelle: BR Bildquelle: BR Als bei Martin Grubinger das Telefon klingelte, war er gerade mit seiner Familie im Urlaub. Aber natürlich sagt man einem John Williams nicht ab, und so flog der Percussionist kurzentschlossen nach L.A.. Für Martin Grubinger hat die Filmmusik von John Williams übrigens eine ganz besondere Bedeutung: Denn oft hört er sie, um sich vor dem Konzert mental aufzuwärmen für das Feuerwerk, das er dann auf der Bühne entzündet.

Tigran Hamasyan

Am Ende der Sendung gibt KlickKlack noch einen Konzerttipp: Am 21. Oktober spielt der fantastische Jazz-Pianist Tigran Hamasyan im Münchner Prinzregententheater und präsentiert sein neues Album "An American Observer". Demnächst wird der Gewinner des renommierten Thelonious Monk-Wettbewerbs, der Herbie Hancock und Chick Corea zu seinen Fans zählt, zu Gast in KlickKlack sein.

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