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KlickKlack

Das Musikmagazin mit Sol Gabetta und Martin Grubinger

KlickKlack am 11. Mai 2022 Mit Martin Grubinger beim Heidelberger Frühling

Martin Grubinger begrüßt die Zuschauer*innen diesmal vom Heidelberger Frühling. Das internationale Musikfestival feiert sein 25-jähriges Jubiläum und Martin Grubinger spielt hier mit seinem Percussive Planet Ensemble in einer großen Sportarena. Außerdem zu Gast in der Sendung: Michael Wollny. Der Jazzpianist gestaltet einen Solo-Abend mit einem sensationellen Programm und erzählt in KlickKlack, was in ihm bei einer freien Improvisation vorgeht.

KlickKlack-Moderator Martin Grubinger im SNP dome in Heidelberg vor seinem Konzert. | Bildquelle: BR

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"Wir haben das Festival damals gegründet mit der Idee, die Kunst aus dem Tempel herauszuholen", sagt Thorsten Schmidt. Er ist Gründer und seit 25 Jahren auch Intendant des Heidelberger Frühlings. Dass dieses Konzept beim Festivalpublikum, das zum Teil extra aus dem Ausland anreist, gut ankommt, freut ihn natürlich sehr. Klassische Musik direkt zu den Menschen bringen - das geht am besten mit passenden Musikern. Künstler, die bereit sind, ganz unmittelbar, dicht am Publikum ihre musikalischen Geschichten zu erzählen. In der Jubiläumsausgabe des Festivals, das unter dem Motto "FESTspiel" steht, sind viele alte Freunde, die den Heidelberger Frühling als Wegbegleiter*innen in den letzten 25 Jahren geprägt haben zu Gast: Igor Levit, Thomas Hampson, Thomas Quasthoff, Gabriela Montero, das Danish String Quartet.

Unsere Idee war, Eintrittsbarrieren beiseite zu schieben und nur die Musik im Zentrum stehen zu lassen.
Thorsten Schmidt

Thorsten Schmitt, Intendant des Musikfestivals "Heidelberger Frühling", im KlickKlack-Interview. | Bildquelle: BR Thorsten Schmidt, Gründer und Intendant des Heidelberger Frühlings | Bildquelle: BR Auch Martin Grubinger ist einer der Jubiläumsgäste. Mit dem Festival verbindet ihn eine lange Geschichte: Als 16-Jähriger ist er hier zum ersten Mal aufgetreten, damals noch in einem kleinen Konzertsaal. Heute füllt er eine ganze Basketball-Arena in Heidelberg. Zusammen mit seinen Schlagzeug-Kollegen von Percussive Planet Jürgen Leitner, Richard Putz, Slavik Stakhov, Valentin Vötterl und Per Rundberg am Klavier hat Martin ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt. Gemeinsam verwandeln die Musiker den neuen SNP dome zur musikalischen Großsporthalle. KlickKlack war natürlich mit dabei und zeigt Ihnen exklusive Bilder des Konzerts.

Der Jazzpianist Michael Wollny

Auch zu Gast beim Heidelberger Frühling war der Jazzpianist Michael Wollny. KlickKlack war bei seinem Soloabend dabei und durfte den Musiker am nächsten Tag nach seinem Konzert treffen. Dabei hat er uns erzählt, wie er so einen Abend gestaltet und was in ihm beim Improvisieren auf der Bühne vorgeht.

"Es gibt diesen einen Moment, in dem ein Motiv entsteht. Und dann spricht er zu mir: Jetzt mach was aus mir! Ich möchte irgendwohin wandern", so beschreibt Michael Wollny die Geburtsstunden seiner Kompositionen. Geboren 1978 in Schweinfurt, ist Wollny heute ein international erfolgreicher Jazzpianist. Und so wie er spielt niemand Klavier. Versponnene Klanggebilde, mysteriöse Atmosphären, die Brüche, das Unberechenbare – dafür ist Wollny bekannt. Und auch dafür, dass er wie kein anderer Inspirationen aus der Klassikwelt in die Sprache des Jazz übertragen kann.

Bei Musik kommen Intellekt und Emotion zusammen
. Michael Wollny

Jazz-Pianist Michael Wollny während des KlickKlack-Interviews. | Bildquelle: BR Jazzpianist Michael Wollny | Bildquelle: BR Mit fünf Jahren erhielt Michael Wollny seinen ersten Klavier- und Geigenunterricht. Erst ganz klassisch. Als ein Familienmitglied ihm Keith Jarretts Köln Concert auf Schallplatte schenkt, entdeckt Michael Wollny den Jazz für sich. Und so pendelt er bereits als Sechzehnjähriger nach Würzburg, um dort als Gasthörer an Jazzkursen teilzunehmen. Nach und nach entwickelt er sich zu einer der größten Hoffnungen des deutschen Jazz, bekommt unzählige Preise und Auszeichnungen, die Kritiker überschlagen sich mit Lob. Doch Michael Wollny bleibt immer beschieden, der sympathische Musiker wirkt fast schüchtern. Fühlen und Verstehen – darum geht es ihm in der Musik. Und ob sie einen berührt. Alles andere ist unwichtig.

Sendung: "KlickKlack" am 11. Mai 2022 um 00:00 Uhr im BR Fernsehen

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