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KlickKlack

Das Musikmagazin mit Sol Gabetta und Martin Grubinger

KlickKlack am 6. April 2022 Mit Martin Grubinger in Regensburg

Martin Grubinger begrüßt seine Zuschauer*innen aus Regensburg. Hier spielte er mit dem Bruckner Orchester Linz das sehr selten aufgeführte und äußerst schwierige Schlagzeugkonzert von Bruno Hartl. Seine Gäste in der Sendung sind: der Chefdirigent des Orchesters, Markus Poschner, und der Akkordeonvirtuose Félicien Brut.

Martin Grubinger probt im Audimax der Universität Regensburg. | Bildquelle: BR

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Für Martin Grubinger ist es ein ganz besonderes Werk, das auf dem Programm in Regensburg steht: Das Konzert für Multipercussion und Orchester op. 23 ist das erste Schlagzeugkonzert überhaupt, das Martin in Auftrag gegeben hat. Im Jahr 2000 war es, damals war Martin 16 Jahre alt. Der Komponist: Bruno Hartl, Solo-Pauker der Wiener Philharmoniker. In der Wiener Opernkantine saßen die beiden Schlagzeug-Kollegen damals zusammen – und so war die Idee für das neue Stück geboren. Sofort wurde an der Instrumentenzusammenstellung gefeilt, wie Architekten haben die beiden Musiker gleich einen Plan skizziert, wie die einzelnen Instrumente auf der Bühne aufgestellt werden könnten.

Die Legenden ranken sich um dieses Stück.
Dirigent Markus Poschner über das Konzert für Multipercussion und Orchester op. 23

KlickKlack-Moderator Martin Grubinger (rechts) im Gespräch mit Markus Poschner, Chefdirigent des Bruckner Orchesters Linz, im Foyer des Audimax der Universität Regensburg. | Bildquelle: BR Der Dirigent Markus Poschner und Martin Grubinger | Bildquelle: BR Zuerst ist nur der 3. Satz des Konzerts entstanden, bis alle drei Sätze fertig waren, hat es ganze drei Jahre gedauert. Das Ergebnis: sehr komplex und rhythmisch herausfordernd, ein wahrer Rausch aus Rhythmus, Farben und Klängen. "Ein Werk, das den Solisten in jeder einzelnen Sekunde an absolutes Limit führt", sagt Martin Grubinger. "Es ist aberwitzig schwer", ergänzt der Dirigent Markus Poschner, der das Bruckner Orchester Linz bei dem Konzert im Audimax leitet. Gut, dass es in Regensburg genug Probezeit für Orchester und Solist gibt. KlickKlack war für Sie dabei und taucht ein in die musikalischen Untiefen des beeindruckenden Schlagzeugkonzerts.

Der Akkordeonist Félicien Brut

Félicien Brut stammt aus der Auvergne, er wuchs inmitten des Sancy-Massivs auf und kam hier schon als kleiner Junge mit dem Akkordeon in Berührung – bei den Bals musette, diesen typischen französische Festen, bei denen zusammen gefeiert und getanzt wird. "Alle haben Spaß und immer spielt ein Akkordeon auf", erinnert sich Félicien Brut heute. Im Laufe der Jahre spielte er selbst bei einigen Bällen mit, von hier stammt auch seine Begeisterung für die Musette und die Volksmusik. Erst viel später, als junger Mann entdeckte er die klassische Musik für sich – und verliebte sich in sie. 2009 ging Félicien Brut nach Bordeaux, um klassisches Akkordeon an der dortigen Musikhochschule zu studieren.

Ein Konzert ist wie eine Liebesbeziehung.
Félicien Brut

Der französische Akkordeonist Felicien Brut im KlickKlack-Interview.  | Bildquelle: BR Der Akkordeonist Félicien Brut | Bildquelle: BR 2016 erschien sein erstes Album mit dem Trio Astoria, das sich Astor Piazzollas Tango Nuevo verschrieben hat. Im folgenden Jahr kam es zu einer bedeutenden Wende in seiner Laufbahn: Félicien Brut hatte die bahnbrechende Idee, klassische Musik und Musette, die ihm weiterhin sehr am Herzen liegt, in einem Programm zu vereinen. Gemeinsam mit dem Quatuor Hermès und dem Kontrabassisten Édouard Macarez wurde so das außergewöhnliche Projekt "Le Pari des Bretelles" geboren – und wurde über Nacht zum Riesenerfolg. Heute gehört Félicien Brut zu den innovativsten und vielseitigsten Akkordeonisten seiner Generation. Populäre Musik, Improvisation, auskomponierte zeitgenössische Werke oder denkbar ungewöhnliche Transkriptionen – das alles steht auf seinen Konzertprogrammen. Als Repräsentant seines Instruments in der neuen Generation klassischer Musiker setzt er sich unermüdlich für die Popularität des Akkordeons auf den Bühnen der Welt ein.

Sendung: "KlickKlack" am 6. April 2022 um 00:00 Uhr im BR Fernsehen

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