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KlickKlack

Das Musikmagazin mit Sol Gabetta und Martin Grubinger

KlickKlack am 12. November 2019 Mit Sol Gabetta beim Opus Klassik in Berlin

Diesmal begrüßt Sol Gabetta die Zuschauer aus Berlin. Hier wurde die KlickKlack-Moderatorin als Instrumentalistin des Jahres mit dem Opus Klassik geehrt. Ihre Gäste in der Sendung sind: der Mundharmonikaspieler Konstantin Reinfeld, die Blockflötistin Lucie Horsch und die Harfenistin Anneleen Lenaerts.

Sol Gabetta in Berlin. | Bildquelle: BR

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Opulente Gala samt rotem Teppich, glitzernde Abendroben, große Namen: KlickKlack meldet sich von der Opus Klassik Verleihung 2019 im Konzerthaus Berlin. Nach dem Skandal um den Echo-Award vor zwei Jahren, wurde im Oktober nun zum zweiten Mal dieser Nachfolgepreis verliehen. Der Abend wurde von Thomas Gottschalk moderiert. "Immerhin handelt es sich beim Opus Klassik um den deutschen Oscar für Klassische Musik", sagte er zu Beginn der Veranstaltung.

In diesem Jahr gab es in 24 Kategorien insgesamt 462 Nominierungen, aus denen eine Fachjury die Gewinner ermittelt hat. Sol Gabetta bekam die Auszeichnung in der Kategorie Instrumentalistin des Jahres. Unter den weiteren Preisträgern sind viele alte KlickKlack-Bekannte: die Mezzosopranistin Joyce DiDonato, der Pianist Lang Lang, der Countertenor Jakub Józef Orliński oder der Percussionist Christoph Sietzen. Wir gratulieren ganz herzlich!

Als Instrumentalistin des Jahres ausgezeichnet zu werden, ist eine besondere Ehre.
Sol Gabetta

Die Harfenistin Anneleen Lenaerts

Anneleen Lenaerts, Soloharfenistin der Wiener Philharmoniker. | Bildquelle: BR Anneleen Lenaerts | Bildquelle: BR

In der Kategorie Klassik ohne Grenzen bekam Anneleen Lenaerts den Opus Klassik. Sie ist Herrin über 47 Saiten und mit großen Fußstapfen hat sie kein Problem: Bei den Wiener Philharmonikern hat Anneleen Lenaerts mit gerade mal 22 Jahren den großen Xavier de Maistre an der Harfe beerbt. Das war vor neun Jahren. Heute ist die gebürtige Belgierin 31, hat gerade ihre dritte Solo-CD veröffentlicht und pendelt zwischen Wien und der großen weiten Klassik-Welt. Das neue Album der mehrfach preisgekrönten Harfenistin ist einem Mann gewidmet, den die meisten nur als Filmkomponisten kennen: Nino Rota. Neben seinen über 150 Filmmusiken hat Rota zehn Opern, drei Sinfonien und viele Ballettkompositionen geschrieben, und auch einige Werke für die Harfe.

Ich hoffe, dass ich das, was ich spüre, auch weitergeben kann an das Publikum.  Und dass es auch ankommt.
Anneleen Lenaerts

Anneleen Lenaerts zeichnet mit diesem Album ein Gesamtporträt des italienischen Komponisten – und lässt neben seinen klassischen Werken auch seine großen Filmhits nicht aus. Am meisten hätte der Musikerin der Soundtrack zu "La Dolce Vita" Spaß gemacht, verrät sie uns. "Diese Musik macht einfach gute Laune!"

Der Mundharmonika-Spieler Konstantin Reinfeld

Der Mundharmonikaspieler Konstantin Reinfeld. | Bildquelle: BR Konstantin Reinfeld | Bildquelle: BR

Eine große Überraschung gab es beim Opus Klassik dieses Jahr in der Kategorie Nachwuchskünstler: Hier wurde nämlich keine klassische InstrumentalistIn, sondern ein Mundharmonika-Spieler ausgezeichnet. Die Mundharmonika ist eigentlich ein Instrument, das vor allem in der Volksmusik und im Blues zuhause ist. In der klassischen Musik findet sie kaum Verwendung. Doch Konstantin Reinfeld hat alle eines Besseren belehrt. Der Kemptner sorgte bereits als Jugendlicher in der Jazz-Welt mit seinem ungewöhnlichen Instrument für Furore. Seit zwei Jahren widmet sich Konstantin zusammen mit seinem Klavierpartner Benjamin Nuss auch vermehrt der Klassik.

Das macht es für mich aus: Ich kann wie alle anderen Instrumente klingen – und dann wieder wie Musikharmonika, wenn ich möchte.
Konstantin Reinfeld

Die Blockflötistin Lucie Horsch

Die niederländische Blockflötistin Lucie Horsch. | Bildquelle: BR Lucie Horsch | Bildquelle: BR

Zu den jüngsten Preisträgern zählt dieses Jahr beim Opus Klassik die niederländische Blockflötistin Lucie Horsch. Die 20-Jährige wurde für ihr aktuelles Album "Baroque Journey", das sie zusammen mit der Academy of Ancient Music aufgenommen hat, ausgezeichnet. Lucie gehört zu den talentiertesten Nachwuchsmusikerinnen ihrer Generation und ist als Solistin in ihrer Heimat ebenso gefragt wie auf internationalen Bühnen. Ihre außergewöhnliche, natürliche Musikalität wurde Lucie quasi in die Wiege gelegt: Ihr Vater ist nämlich Erster Solocellist beim weltberühmten Concertgebouw-Orchester und Lucie sog als Kind die ganze Welt der Musik auf. Schon im Alter von neun Jahren spielte sie bei einem Konzert auf dem Prinsengracht Kanal in Amsterdam, dessen Fernsehübertragung im ganzen Land eine Welle der Begeisterung für Lucie auslöste. Uns erzählt sie, wie sie sich an diesen Auftritt erinnert: "Es war das erste Mal, dass ich auf der Bühne gefühlt habe, wie man mit dem Publikum kommunizieren kann." Seitdem kann Lucie nicht genug davon bekommen. Sie steht unheimlich gerne auf der Bühne und verzaubert die Leute mit ihrem virtuosen und gefühlvollen Spiel.

Wenn man eine Blockflöte hört, dann geht das direkt ins Herz!
Lucie Horsch

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