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KlickKlack

Das Musikmagazin mit Sol Gabetta und Martin Grubinger

KlickKlack am 28. Mai 2019 Mit Sol Gabetta in Amsterdam

Sol Gabetta begrüßt die Zuschauer diesmal aus Amsterdam. Hier probt sie ein neues Doppelkonzert für Violine und Violoncello, das für Sol Gabetta und Patricia Kopatchinskaja geschrieben wurde. Außerdem in der Sendung: der Starpianist Lang Lang, und die französische Sängerin Elsa Benoit.

Sol Gabetta moderiert am 28.05.2019 wieder Klick Klack | Bildquelle: BR

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In Amsterdam trifft Sol Gabetta auf ihre gute Freundin: die Geigerin PatriciaKopatchinskaja. Sie ist ein Energiebündel, sie ist eigensinnig, und sie steht gern barfuß auf der Bühne. Sie spielt Volkmusik in der Tradition ihrer Eltern, Folklore-Musikern aus Moldawien. Sie spielt die großen Konzerte des Geigenrepertoires und sie setzt sich enthusiastisch für zeitgenössische Musik ein. "Wir Musiker sind die Stimme von heute, nicht von gestern. Und unsere Verantwortung ist, die Neue Musik an unsere Zuhörer so weiterzugeben, dass sie diese lieben und keine Angst mehr vor ihr haben", sagt die Geigerin.

Neue Musik ist nichts Kompliziertes. Es ist genauso schön wie Bach, Mozart oder Beethoven.
 Patricia Kopatchinskaja

Patricia Kopatchinskaja. | Bildquelle: BR Patricia Kopatchinskaja | Bildquelle: BR

Und auch in der niederländischen Hauptstadt proben die beiden Musikerinnen für ein ganz neues Werk: ein Doppelkonzert für Violine und Violoncello "akin", das der Komponist Michel van der Aa für Sol und Patricia geschrieben hat. "Es ist schon ein kleines Abenteuer", gibt Sol Gabetta zu. Und Patricia ergänzt: "Es kann natürlich auch passieren, dass das Stück uns nicht gefällt – es ist ein Teil des Spiels!" Doch die Musikerinnen sind begeistert von "akin" – und tragen diese Freude ansteckend an das Publikum weiter. Und die KlickKlack-Zuschauer dürfen dann einen exklusiven Blick auf die Welturaufführung des Doppelkonzerts erhaschen - in der Kölner Philharmonie zusammen mit dem Concertgebouw-Orchester unter der Leitung von Peter Eötvös.

Der Starpianist Lang Lang

Das chinesische Wunderkind Lang Lang spielte seit seinem dritten Lebensjahr Klavier, begann mit neun Jahren ein Musikstudium und gewann mit elf seinen ersten internationalen Preis in Deutschland. Inzwischen gilt Lang Lang als einer der größten Superstars der Klassikszene, er spielte bereits für die Queen, über fünf Milliarden Zuschauer weltweit verfolgten seinen Auftritt bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking.

Klassische Musik ist kein langweiliges Zeugs aus der Mottenkiste.
 Lang Lang

Der chinesische Pianist Lang Lang beim Interview. | Bildquelle: BR Lang Lang | Bildquelle: BR

2017 musste Lang Lang eine längere Pause einlegen: Eine Sehnenscheidenentzündung im linken Arm hatte den chinesischen Klaviervirtuosen monatelang außer Gefecht gesetzt. Mit einem Album namens "Piano Book" meldet sich Lang Lang jetzt auf dem CD-Markt zurück. Das Programm allerdings ist für den chinesischen Pianisten, der ja vor allem als Übervirtuose bekannt ist, ziemlich ungewöhnlich: Kinderstücke und Klavierminiaturen von "Für Elise" über Mozarts "Sonata facile" bis hin zu Filmmusik. Also ein bunter Reigen leichter bis mittelschwerer klassischer Stücke. Dazu liefert er auch gleich noch die Noten - und Hoffnung für viele gescheiterte Hobby-Pianisten, es doch noch einmal zu probieren. Für KlickKlack setzt sich der Weltstar an den Flügel und zeigt uns Ausschnitte aus seinem neuen Album.

Die Sopranistin Elsa Benoit

Aufgefallen ist diese junge Sängerin uns bei einer Vorstellung von "Hänsel und Gretel" in der Bayerischen Staatsoper. Ihre Spielfreude und ihre Stimme haben uns begeistert - wir mussten sie unbedingt treffen. Elsa Benoit kommt aus Frankreich, genauer gesagt aus der Normandie. Schon als kleines Mädchen hat sie immer gesungen und wollte unbedingt Musiklehrerin werden. Ihre erste Oper hat sie auf der Bühne als Sängerin erlebt, denn ihr damaliger Gesangslehrer meinte: "Versuch's doch mal beim Opernchor in Rennes. Wenn sie dich nehmen, kannst du üben, hast Spaß und verdienst auch noch Geld." Und prompt wurde sie engagiert.

Schon als ich klein war, habe ich gesungen. Diese Leidenschaft war von Anfang an da.
Elsa Benoit

Die französische Sopranistin Elsa Benoit. | Bildquelle: BR Elsa Benoit | Bildquelle: BR

Elsa Benoit begann ihre Gesangsausbildung am Konservatorium von Amsterdam. Danach wurde sie Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper, debütierte am Theater Basel und an der Opéra de Lille und sang Konzerte im Concertgebouw in Amsterdam und im Tivoli in Utrecht. Seit der Spielzeit 2016/17 ist sie festes Ensemblemitglied an der Bayerischen Staatsoper. Hier war sie schon als Oscar in "Un ballo in maschera" zu sehen. An ihrer Arbeit in München schätzt Elsa besonders die Möglichkeit, "mit so vielen talentierten und inspirierenden Künstlern zusammenarbeiten zu dürfen." Noch singt sie zwar die kleineren Partien, doch wir sind uns sicher, dass sie eine große Karriere vor sich hat.

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