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Mittagsmusik - Thema der Woche Domenico Dragonetti und der Kontrabass

Der italienische Kontrabassist Domenico Dragonetti war ein komischer Kauz. Er lebte in London nur in Hotels, sammelte Bilder, Instrumente und Puppen und musizierte nur, wenn eine bestimmte Puppe in der Loge saß. Er war so etwas wie der erste europäische Kontrabass-Star. Mehr über ihn und sein Instrument erfahren Sie im Thema der Woche in der Mittagsmusik.

Domenico Dragonetti | Bildquelle: gemeinfrei

Bildquelle: gemeinfrei

Der April ist der Monat von Domenico Dragonetti. Am 7. April 1763 wird der Kontrabassist in Venedig geboren, macht Karriere, wird in London zum Star, wo er am 16. April 1846 stirbt.
Mit seiner "geliebten Braut", wie er sein Instrument zärtlich nannte, hat er in ganz Europa für Furore gesorgt. Und sein Instrument macht ihn nicht nur berühmt, es hilft ihm auch. Dragonetti soll eine Audienz bei Napoleon gehabt haben und als der ihn nach einem Wunsch fragte, hat Dragonetti zwar geantwortet, aber Napoleon hat kein Wort verstanden, denn Dragonetti sprach ein Kauderwelsch aus italienisch, französisch, deutsch und miserablem Englisch. Also hat Napoleon befohlen, er solle seinen Kontrabass holen und ihm seinen Wunsch vorspielen. Hat funktioniert, heißt es.
Ob die Geschichte stimmt oder nicht, Dragonetti war ein Star, dessen Namen man in Europa kannte. Ein liebenswerter Kerl mit einigen Eigenheiten.
Welche erfahren Sie im Thema der Woche in der Mittagsmusik. Außerdem erzählen die Kontrabassisten Ingo Nawra und Peter Schlier vom Münchner Rundfunkorchester wissenswerte Dinge über den Kontrabass und das Leben als Kontrabassist im Orchester, während Henning Sieverts erzählt, warum der Kontrabass in den Jazz gekommen ist und wie man ihn dort spielt.

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