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Der 39. Bayerische Musikschultag in Rosenheim Strassenbau oder Musikschule? – Bildungsarbeit im Legitimationsdruck

39. Bayerischer Musikschultag | Bildquelle: Franziskus Büscher

Bildquelle: Franziskus Büscher

Straßenbau oder Musikschule?

Der 39. Bayerische Musikschultag 2016

Wo immer in die Verkehrsinfrastruktur investiert werden muss, lassen sich politische Entscheidungsträger mit Zahlen und Fakten relativ schnell von der Notwendigkeit einer Maßnahme überzeugen und betreiben auch mit Nachdruck deren Umsetzung.

Doch, was passiert, wenn Geld in die musikalische Bildungsarbeit gesteckt werden soll?
Dann werden mit dem gleichen Nachdruck ebenfalls Zahlen und Fakten eingefordert, werden Schülerzahlen, Schülerleistungen und das, was als Output z. B. in der Chor- und Orchesterszene nachhaltig „hängen bleibt“, in die Waagschale geworfen und „gegengerechnet“.

Aber, der Erfolg einer Musikschule lässt sich nicht wie bei einem Wirtschaftsunternehmen primär in harten Faktoren messen. Hier spielen weiche Faktoren und „soft skills“ eine ebenso große wenn nicht sogar eine größere Rolle.
Und genau damit tun sich politische Entscheidungsträger schwer, besonders, wenn es um das Mehr oder Weniger an finanzieller Unterstützung geht.

So müssen Musikschulen um ihre Daseinsberechtigung und Anerkennung in der kommunalen Bildungslandschaft also regelrecht kämpfen.

Was sie tun müssen, um ihre ja nur eingeschränkt messbaren Erfolge und Leistungen besser „sichtbar“ und „greifbar“ werden zu lassen, wird auf dem diesjährigen 39. Musikschultag in Rosenheim diskutiert. Wie sie ganz unmittelbar wahrnehmbar gemacht werden kann, führt das diesjährige Festkonzert vor Ohren.

Franziskus Büscher und Stephan Ametsbichler haben sich sowohl unter die Konzertbesucher gemischt als auch an Workshops und Diskussionsforen teilgenommen und ihre Eindrücke in einem Feature zusammengefasst.

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