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47. Internationale Jazzwoche Burghausen 2016 Das Programm der Jazzwoche

Scheuklappen sind hier fehl am Platz. Mit mehr als 30 Konzerten an unterschiedlichen Spielorten geht es in Burghausen vom 8. bis zum 13. März querbeet durch die Jazz-Stile. Die Spanne reicht von Mainstream-Jazz und Bigband-Power über Funk, Disco und Soul bis zum Blues.

Ron Carter | Bildquelle: BR

Bildquelle: BR

Internationale Jazzwoche in Burghausen

Ron Carter & Richard Galliano meet WDR Big Band

Jazz und Burghausen - das gehört seit langem zusammen. Bereits seit 1970 findet die internationale Jazzwoche Burghausen statt. Immer mit einem Ziel: dem Jazz einen Raum zur Entfaltung zu geben. Und damit auch dem Unerwarteten. Denn das ist es, was den Jazz ausmacht: Jede Improvisation ist anders, jede Jazzwoche auch. Eröffnet wird das diesjährige Festival in der Wackerhalle von der Siegerband des Europäischen Burghauser Nachwuchs-Wettbewerbs. Danach treten zwei internationale Stars auf: Kontrabassist Ron Carter und Akkordeonist Richard Galliano. Sie haben nicht nur eine Band, sondern gleich eine ganze Bigband mit dabei. Und zwar eine, die sich aus hochkarätigen Solisten zusammensetzt und zu den besten weltweit gehört: Die WDR-Bigband aus Köln.

Die Jazzwoche Burghausen steht dieses Mal im Zeichen der Trompeter und Bassisten

Stanley Clarke | Bildquelle: Steven Parker Bildquelle: Steven Parker Neben Ron Carter, der Galionsfigur des akustischen Jazz seit den 1950er Jahren, tritt auch Bassist Stanley Clarke auf. Er hat bereits Anfang der 1970er Jahre Jazz und Rock kunstvoll miteinander verwoben. Sein tiefgründiger Fusion-Sound bildet nach wie vor das Fundament seiner spannenden Kompositionen.

Gleich drei europäische Trompetenlegenden kommen nach Burghausen. Enrico Rava, mit seinem lyrischen Ton ist Special Guest in der Band des Schlagzeugers Sangoma Everett. Ganz im Zeichen des Hardbop steht das Zusammentreffen von Trompeter Dusko Goykovic und seinem Instrumentenkollegen und langjährigen Freund Franco Ambrosetti. Er bringt seine Allstars in die Wackerhalle, zu denen die chlagzeugerin Terri Lyne Carrington und der Altsaxophonist Greg Osby gehören.

Spannende Neuentdeckungen gibt es auch dieses Jahr wieder beim 8. Europäischen Burghauser Nachwuchs-Jazzpreis zu hören. Fünf Bands werden am Dienstagabend die Jazzwoche im Stadtsaal eröffnen und um den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis spielen. Sie werden wieder zeigen, wie vielfältig und innovativ die junge Jazzszene heute ist. Und das bei vollem Haus. Das Konzert hat sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt.

Jung, europäisch und experimentell

Für die Offenheit im Jazz stehen traditionell die Konzerte im Stadtsaal. Die Band Hildegard lernt fliegen um den Schweizer Vokalkünstler Andreas Schaerer verbindet orchestrale Kompositionen mit treibenden Grooves und einer gehörigen Portion Unberechenbarkeit.

Auch der französische Saxophonist Guillaume Perret reißt mit seiner Band Electric Epic genüsslich die Grenzen zwischen Jazz, Rock und Elektro ein.

Gleich zwei französische Bands spielen am Freitag in der Wackerhalle groß auf: Das 19-köpfige Brasskollektiv Les Lapins Superstars und die Electro Deluxe Bigband feat. Beat Assailant. Abgerundet wird der Abend von Jazzanova feat. Paul Randolph im Burghauser Tanztempel GUM. Soulig, funky und für Tanzwillige geeignet.

Natürlich dürfen auch in diesem Jahr die legendären Jam-Sessions im Jazzkeller nicht fehlen. Jeden Abend eröffnet die Band des österreichischen Posaunisten Paul Zauner das Set. Danach stürzen sich die Musiker in eine brodelnde Session bei der auch die Stars nach ihren Konzerten mit einsteigen.

Mehr Jazz geht nicht - und vielfältiger auch nicht

Und das ist schon seit 47 Jahren so. Ebenso lang dabei: der Bayerische Rundfunk, der das Festival mit Konzertaufzeichnungen und Sendungen begleitet. Auch dieses Jahr ist der BR wieder trimedial an Ort und Stelle: Mit umfangreicher Berichterstattung in Fernsehen und Hörfunk, online auf br-klassik.de und auf unserem Jazzwochen-Blog.

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