BR-KLASSIK

Inhalt

Wolfgang Amadeus Mozart Klaviertrio KV 542

Anders als das Streichquartett war das Klaviertrio lange Zeit eine Art erweiterte Klaviersonate das Klavier stand im Zentrum, Violine und Cello waren Begleitinstrumente. Mozart hat diese Praxis aufgeweicht - auch in seinem Klaviertrio E-Dur KV 542.

Porträt Wolfgang Amadeus Mozart | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Das starke Stück

Mozart - Klaviertrio KV 542

Natürlich, direkt und selbstbewusst gibt sich das Trio. Ebenso wie Mozart selbst, kurz nach Fertigstellung des Werkes in einem Brief an seinen großzügigen Gönner und Kammermusikkollegen Michael Puchberg. "Wenn sie die liebe und freundschaft für mich haben wollten, mich auf ein oder zwei jahre, mit Ein- oder Zweitausend Gulden zu unterstützen, kann ich mit sorgenlosern gemüth und freyern Herzen arbeiten."

Die persönliche Note, die Intimität, haben dieses Trio zu einem der Klaviertrios schlechthin werden lassen. Schon der Mozart-Biograph Alfred Einstein rühmte es als Krone der Gattung. Frederik Chopin schätzte es sehr und führte es mehrmals auf und auch Mozart selbst war zufrieden. Die sphärische Entrücktheit des zweiten Satzes wird im Schlusssatz zurückgeführt in die Direktheit des Beginns. Und gerade im dritten Satz deutet sich zaghaft an, dass Mozart weniger an einer Selbstdarstellung des Klaviers denn an einem Gespräch dreier Instrumente gelegen war.

Musik-Info

Wolfgang Amadeus Mozart - Trio für Klavier, Violine und Violoncello Nr. 5 E-Dur, KV 542

Anne-Sophie Mutter, Violine
André Previn, Klavier
Daniel Müller-Schott, Violoncello
Konzertmitschnitt

Mehr Kammermusik

    AV-Player