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Salzburger Festspiele

20. Juli bis 30. August 2018

Eröffnungskonzert der Salzburger Festspiele 2017 Kent Nagano dirigiert Messiaens "Transfiguration"

Eine "Explosion aus tönendem Licht und leuchtenden Klängen" - so beschreiben die Salzburger Festspiele Messiaens "La Transfiguration de Notre-Seigneur Jésus-Christ". Kent Naganound BR-Symphonieorchester und -Chor präsentieren das Werk zum Auftakt der Festspiele in der sogenannten "Ouverture spirituelle". Außerdem steht Ligetis "Lux aeterna" auf dem Programm.

Der Dirigent Kent Nagano | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Sakralmusik und religiös inspirierte Werke sind die Pfeiler der sogenannten "Ouverture spirituelle", die seit 2012 dem eigentlichen Programm der Salzburger Festspiele vorangeht. Messiaens "La Transfiguration de Notre-Seigneur Jésus-Christ" ist mit seiner Strahlkraft prädestiniert als Auftakt. Das Monumentalwerk verlangt rund 200 Musiker: Chor, Orchester und einen riesigen Schlagzeug-Apparat.

Olivier Messiaen war einer der großen Mystiker des 20. Jahrhunderts. Das Libretto zu seinem Mammut-Werk "La Transfiguration de Notre-Seigneur Jésus-Christ“, zu deutsch "Die Verklärung unseres Herrn Jesus Christus", verfasste er selbst. Darin stützt sich der französische Komponist auf den biblischen Bericht des Evangelisten Matthäus über die Verwandlung Jesu auf dem Verklärungsberg Tabor in Galiläa. Jesus erscheint dort zum Erschrecken seiner Jünger plötzlich in göttlicher Gestalt: "Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden blendend weiß wie das Licht."

Messiaen arbeitete fünf Jahre an der Partitur

Genau dieses gleißende Licht wollte Messiaen in seiner monumentalen Partitur einfangen, an der er fünf Jahre arbeitete. Die knapp zweistündige Uraufführung 1969 im Kolosseum von Lissabon verfolgten rund 9.000 Besucher. Messiaens visionäre Musik vereint Gongschläge, Fanfaren, Vogelstimmen und Spektralklänge.

Ohne diesen musikalischen Vater würde ich ganz anders über Musik denken.
Kent Nagano über Olivier Messiaen

Kent Nagano und Pierre-Laurent Aimard

Kent Nagano, ein enger Weggefährte Messiaens, steht beim Konzert am 22. Juli in Salzburg am Pult von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Der Dirigent, der sieben Jahre Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper war und mittlerweile GMD in Hamburg ist, hatte bereits als 30-Jähriger in San Francisco die "Transfiguration" unter Aufsicht des Komponisten geleitet. Mit Pierre-Laurent Aimard kommt ein weiterer Messiaen-Experte auf die Bühne der Felsenreitschule. Der Gewinner des diesjährigens Siemens-Musikpreises übernimmt den hochvirtuosen Klavierpart.

Es ist eine Musik der Spiritualität, die uns einlädt, in anderen Dimensionen zu wandeln.
Pierre-Laurent Aimard über Messiaens 'Transfiguration'

Salzburger Festspiele 2017

György Ligeti: "Lux aeterna"
Olivier Messiaen: "La Transfiguration de Notre-Seigneur Jésus-Christ"

Samstag, 22. Juli 2017, 19.00 Uhr
Felsenreitschule, Salzburg

Pierre-Laurent Aimard, Klavier
Chor & Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Kent Nagano, Dirigent

Live-Übertragung im Radio auf BR-KLASSIK
Weitere Infos zum Konzert

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