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SWEET SPOT.

Neugierig auf Musik

SWEET SPOT on Tour mit dem BLJO Unterwegs mit Mahlers "Auferstehungssymphonie"

Mahler, Mahler, Mahler! Die Mitgleider des Bayerischen Landesjugendorchesters kommen aus dem Schwärmen für das Mammutwerk, die "Auferstehungssymphonie", nicht mehr heraus. Doch der Weg zur Aufführung war nicht ganz einfach. SWEET SPOT hat das BLJO bei seiner Arbeitsphase und Tournee im Frühjahr begleitet.

Das Bayerische Landesjugendorchester während der Weihnachts-Arbeitsphase 2017/18 | Bildquelle: Andreas Burger

Bildquelle: Andreas Burger

Schon seit über 40 Jahren treffen sich junge Musikerinnen und Musiker des Bayerischen Landesjugendorchesters dreimal im Jahr in den Schulferien und studieren zusammen ein neues Repertoire ein. Dabei werden sie von den Profis des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks unterstützt. Neben gemeinsamen Arbeitsphasen und Konzerten mit Gastdirigenten, stehen die Profis dem Nachwuchs als Dozenten und Mentoren zur Seite.

Ein Mammutprojekt für das BLJO

Dieses Mal erarbeiten alle zusammen ein richtiges Mammutwerk: Mahlers 2. - die "Auferstehungssymphonie". Das bedeutet 115 Instrumentalisten, knapp 80 Sänger vom Bayerischen Landesjungendchor und ganze 90 Minuten Aufführungsdauer. Vor den Proben war dem BLJO-Projektleiter Andreas Burger wegen des anspruchsvollen Werks noch etwas flau im Magen. Doch inzwischen ist er froh über die mutige Wahl. Für diese Symphonie hat er so viele Anmeldungen von jungen Musikern bekommen, wie noch nie zuvor. Und nach der Arbeitsphase, kurz vor den Konzerten sagen alle Dozenten einstimmig: "Es wird zum Sterben schön!".

Mahlers "Auferstehungssymphonie"

Gustav Mahler | Bildquelle: picture-alliance/dpa Gustav Mahler | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Nach Fertigstellung seiner 2. Symphonie schrieb Gustav Mahler an einen Freund: "Melde hiermit die glückliche Ankunft eines gesunden, kräftigen, letzten Satzes der II. Vater und Kind befinden sich den Umständen angemessen: letzteres ist noch nicht außer Gefahr.“ Das war im Jahr 1894 als Mahler schon sechs Jahre an seinem großen Werk gebastelt hat. Die ganze Welt als ein gewaltiges Klangereignis darstellen - das dauert eben seine Zeit und raubt viel Schlaf. Die Arbeit am ersten Satz der Sinfonie - der sogenannten Totenfeier - hat Mahler so sehr beschäftigt, dass er nachts von seinem eigene Begräbnis geträumt hatte. Kein Wunder, bei der Story: Es geht um den Kampf eines gefallenen Helden mit dem Leben und seinem Schicksal. Doch auch die zarten Momente des Lebens kommen nicht zu kurz und dann: der hoffnungsvolle Glaube an das Leben nach dem Tod und der Blick ins Jenseits.

Zwar hat Mahler erst einige Jahre später ein Programm zur Sinfonie verfasst. Doch die emotionale Achterbahn in der Musik ist nicht zu überhören und trifft einen mit voller Wucht. Scheppernde Ausbrüche folgen auf zarte Streichermelodien, Choräle treffen auf Volksweisen, Gesang und Instrumentales stehen nebeneinander. Die Musik klingt mal ganz theatralisch, dann wieder schlicht, in sich zurückgezogen. Gustav Mahler zieht alle Register, wenn es darum geht, die ganze Welt in Klang zu übersetzen.

SWEET SPOT on Tour mit Kathi Roeb und Gino Thanner

SWEET SPOT hat die ereignisreiche BLJO-Probenphase in Denkendorf bei Eichstätt begleitet und sendet Ausschnitte aus dem großen Abschluss-Konzert vom 7. Januar 2019 in der Philharmonie im Münchner Gasteig.

Sendung: Donnerstag, 17. Januar 2019, ab 20.05 Uhr

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