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Neugierig auf Musik

Sweet Spot Radio mit dem Chiaroscuro Quartet Haydn historisch informiert

Sie lieben den historischen Streicherklang! Aus ihren barocken Instrumenten holen die vier Musiker des Chiaroscuro Quartetts ganz neue Klangfarben und engelsgleiche Töne hervor. Bei SWEET SPOT erzählen Alina Ibragimova und Emilie Hörnlund, wie Haydns Streichquartette früher klangen, und warum ihr Quartett inzwischen süchtig nach historischen Darmseiten ist.

Chiaroscuro Quartet | Bildquelle: © Eva Vermandel

Bildquelle: © Eva Vermandel

Sie kommen aus vier Ländern und gründeten 2005 am Londoner College of Music als Studierende das Chiaroscuro Quartet: die russische Geigerin Alina Ibragimova, der spanische Geiger Pablo Hernán Benedi, die schwedische Bratschistin Emilie Hörnlund und die französische Cellistin Claire Thirion. Die vier Streicher verschrieben sich der historisch informierten Aufführungspraxis und lösten mit ihrem speziellen, kontrastreichen Sound bald "Schockwellen" aus – das attestierte den Musikerinnen und Musikern die Neue Zürcher Zeitung.

Inzwischen sind wir richtig süchtig nach den Darmsaiten. Ohne die könnten wir es uns gar nicht mehr vorstellen zu spielen.
Emilie Hörnlund, Bratschistin beim Chiaroscuro Quartet

"Mit der barocken Geige geht es leichter", sagt Alina Ibragimova, die erste Geigerin des Chiaroscuro Quartet. Sie meint damit nicht, dass das Spielen leichter würde. Es wird leichter, Klänge hervorzubringen, die mit Instrumenten unserer Zeit nicht mehr möglich sind. Deshalb spielt das Chiaroscuro Quartet klassisches und frühromantisches Repertoire auf Darmsaiten und mit historischen Bögen. "Man kann auf Darmsaiten schon etwas forscher spielen und damit einen extrem rauen Klang erzeugen", erklärt die Bratschistin Emilie Hörnlund. Mit einem weichen Spiel dagegen könnten unglaublich viele neue Klangfarben und engelsgleiche Obertöne entstehen.

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String Quartet in D Major, Op. 76 No. 5, Hob. III:79: IV. Finale | Bildquelle: Chiaroscuro Quartet - Topic (via YouTube)

String Quartet in D Major, Op. 76 No. 5, Hob. III:79: IV. Finale

Für ihr neues Album haben die Vier vom Chiaroscuro Quartet Streichquartette Opus 76 von Joseph Haydn aufgenommen – seinen letzten vollendeten Quartettzyklus. In ihm bündelte Haydn, der als Erfinder des modernen Streichquartetts gilt, all seine Erfahrungen. "Jedes Streichquartett von Haydn ist wie eine eigene kleine Welt", schwärmt Alina Ibragimova. "Jedes enthält eine Menge Humor, während die langsamen Sätze düster und schmerzvoll sein können, ebenso gut aber auch leicht und heiter. Haydn selbst ist einfach ein riesiger, ganz vielseitiger Kosmos, und dieses Opus 76 spiegelt diese Vielfalt total gut wider."

Chiaroscuro Quartet zu Gast bei Sweet Spot

Am 15. Februar 2021 sind die Geigerin Alina Ibragimova und die Bratschistin Emilie Hörnlund vom Chiaroscuro Quartet im Interview bei SWEET SPOT - von 21:05 Uhr bis 23:00 Uhr auf BR-KLASSIK. Es moderieren Kathi Roeb und Henrik Oerding.

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