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Neugierig auf Musik

SWEET SPOT Radio mit Emmanuel Tjeknavorian Von der Geige ans Dirigentenpult

Emmanuel stammt aus einer Musikerfamilie und hat sich vor allem als Geiger einen Namen gemacht. Parallel zur Violine interessierte er sich aber auch immer schon fürs Dirigieren. Das gefällt ihm mittlerweile so gut, dass er jetzt eine Entscheidung getroffen hat.

Emmanuel Tjeknavorian | Bildquelle: Lukas Beck

Bildquelle: Lukas Beck

Emmanuels Vater Loris ist selbst Dirigent und freute sich darüber, als sein Sohn schon als Zweijähriger mit seinen Ärmchen wie wild mitdirigierte. Das Dirigieren habe für ihn an der Tagesordnung gestanden, erzählt Emmanuel – das Video-Archiv der Familie sei voll mit seinem stundenlangen "Rumgefuchtle".

Karrierestart mit der Violine

Trotzdem entscheidet Emmanuel sich zunächst für die Violine und fährt einen Wettbewerbspreis nach dem anderen ein, etwa den 2. Preis sowie den Preis für die beste Interpretation beim Jean-Sibelius-Violinwettbewerb. Da ist er gerade einmal 20. Er bekommt eine Stradivari geliehen und legt zwei Soloalben vor. Läuft! Oder? Wenn da nicht noch eine andere Seele in seiner Brust schlagen würde. Und die meldet sich immer mehr zu Wort, so dass Emmanuel eine Entscheidung trifft.

Russische Schule

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Emmanuel Tjeknavorian dirigiert die Grazer Philharmoniker

Ab der Saison 2022/23 tritt er ausschließlich als Dirigent und nicht mehr parallel als Geiger auf. Für ihn sei diese Entscheidung dann doch eindeutig gewesen: "Instrumentalisten, die dirigieren, werden in der Außenwelt nicht als Dirigenten wahrgenommen." Er aber wolle als Dirigent wahrgenommen werden. Was ihm die Entscheidung erleichert hat: Während der letzten Konzerte am Dirigentenpult spürte er ein Gefühl der Selbstentfaltung, das er so noch nie an der Geige erlebt habe, so Emmanuel.

Für mich war das ziemlich eindeutig.
Emmanuel Tjeknavorian hat sich fürs Dirigieren und gegen die Geige entschieden

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Ludwig van Beethoven - Violinkonzert D-Dur op. 61 | Emmanuel Tjeknavorian | WDR Sinfonieorchester

Emmanuels Lehrer und Mentor ist sein Vater, der Komponist und Dirigent Loris Tjeknavorian. Von ihm lernt Emmanuel nicht nur die Dirigiertechniken, sie unterhalten sich vor allem über die Psyche des Dirigierens und den Umgang mit einem Orchester. Sein Vater Loris war es auch, der Emmanuel zu seinem Debüt-Album als Dirigiert inspirierte.

Für seine Aufnahmen mit dem Tonkünstler-Orchester, die am 7. Mai erschienen ist, entschied er sich für Werke von Alexander Borodin, Michail Glinka und "Scheherazade" von Nikolai Rimskij-Korsakow. Beraten ließ er sich dafür aber nicht von seinem Vater, der die Werke bereits aufgenommen hat, dennoch war es Emmanuel wichtig, Werke auszusuchen, die Vater und Sohn so stark miteinander verbinden.

Emmanuel Tjeknavorian in SWEET SPOT

Am 17. Mai ist der Geiger und Dirigent Emmanuel Tjeknavorian im Radio bei SWEET SPOT von 21.05 bis 23.00 Uhr zu Gast. Unter anderem stellt er sein neues Album "Scheherazade" vor - hier steht Emmanuel am Pult des Tonkünstler-Orchesters.

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