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SWEET SPOT.

Neugierig auf Musik

Album des Monats Oktober Imagination

Wann seid ihr das letzte Mal durch den Spiegel getreten und in eine Märchenwelt eingetaucht? Das neue Album von Cellistin Raphaela Gromes und Pianist Julian Riem lockt euch ganz bestimmt in diese fantastische Welt, wo ihr mit den Gnomen tanzt, auf Dornröschen trefft und euch vor der furchteinflößenden Hexe Baba Yaga gruselt.

Vor rotem Hintergrund hält die junge Raphaela Gromes ihr Cello. Sie und Julian Riem blicken ernst in die Kamera | Bildquelle: wildundleise

Bildquelle: wildundleise

Es war einmal…ein Frühjahrstag im Corona-Jahr 2020. Die Cellistin Raphaela Gromes vertritt sich die Beine im nahegelegenen Wald. In der Abenddämmerung spiegelt sich im Weiher der Himmel, die Blumen verströmen ihren Duft – es ist ein verwunschener Ort, wo auch flirrende Elfen und Feen zwischen den Blättern hätten auftauchen können. Sofort erklingt in Raphaelas Kopf der Elfentanz vom Komponisten David Popper - Musik, die die Fabelwesen geschäftig zwischen den Zweigen und Blättern herumschwirren lässt. Für Raphaela war die Idee zu ihrem neuen Album geboren: "Imagination".

Wir wollen das Publikum entführen, mitnehmen auf eine Reise in die Welt der Fantasie
Raphaela Gromes

Musikalische Märchensammlung

Mit zerzaustem mittellangem Haar und schwarz geschminkten Augen blickt die junge Raphaela Gromes ernst in die Kamera. | Bildquelle: wildundleise/Sony Classical Bildquelle: wildundleise/Sony Classical Raphaela Gromes und ihr Partner und Pianist Julian Riem sind bekannt dafür, dass sie sich auf die Suche machen nach verstaubten musikalischen Perlen, die sonst so noch niemand entdeckt hat. Zum Beispiel die Urfassung von Richard Strauss´ Sonate für Cello und Klavier. Jetzt nehmen sie sich märchenhafte Erzählungen in der Musik vor. Dafür haben sie Archive angeschrieben und mit befreundeten Musikerinnen und Musikern gesprochen bis sie ihre ausgewählte Sammlung an Kompositionen beisammen hatten: die zarten Märchenerzählungen von Robert Schumann, wilde Musik über die Hexe Baba Yaga vom russischen Komponisten Anatoly Lyadov oder den verträumten Gesang an den Mond von Antonín Dvořák. Arrangiert hat die Stücke Julian Riem, mal für Klaviertrio, mal ist ein Saxophon-Quartett bei oder die Harfe.

Ab ins Reich der Gnome und Elfen

Auf dem Album "Imagination" von Raphaela Gromes und Julian Riem finden sich so unterschiedliche Farben, wie sie die Märchenwelt eben zu bieten hat. Das Arcis Saxophon Quartett lässt mit seinem fächernden Klang die Glockenschläge der versunkenen Kathedrale von Ys wieder aufleben. Die Harfenistin Anaïs Gaudemard bringt mit ihrem zarten Instrument das Zauberhafte in die musikalischen Erzählungen. Und Raphaela Gromes und Julian Riem schwelgen ganz innig, mal im Duo, mal im Klaviertrio zusammen mit Geiger Daniel Dodds, im Klang der verwunschenen Märchen. Perfekt für alle, die Lust haben auf eine Reise in die jahrhundertealte Fantasiewelt der Menschheit.

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