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Neugierig auf Musik

Louis Armstrong Tour durch die DDR

Louis Armstrong | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Louis Armstrong ist einer der berühmtesten Jazzmusiker. Seine Trompetentechniken inspirieren noch heute Musiker aus aller Welt. Auf Grund seiner weltweiten Berühmtheit wurde Louis Armstrong vom US-Außenministerium ab 1956 auf Tourneen durch Asien, Afrika und Osteuropa geschickt. Auch Dizzy Gillespie, Duke Ellington, Thelonious Monk und Miles Davis reisten für das US-Außenministerium um die Welt. Ziel dieser Tourneen war es durch den Jazz ein positiveres USA-Bild in Welt zu bringen. In Ghana kamen 100.000 Menschen in ein Stadion um Louis Armstrong live zu erleben.

1965 kam Louis Armstrong im Zuge dieser Tournee in die Deutsche Demokratische Republik. Der Musiker wurde mit offenen Armen begrüßt und freute sich selbst auf die Tour.

Its really a pleasure for myself and my group which is the All-Stars, to come here and meet so many fans and so many fine people. Sure we are going to have a nice time musically.
Louis Armstrong

Louis Armstrong | Bildquelle: picture-alliance/dpa Bildquelle: picture-alliance/dpa Fast 60.000 Menschen sahen Louis Armstrong live bei seinen Konzerten in der Deutschen Demokratischen Republik. Und waren richtig begeistert. 17 Konzerte spielte Louis Armstrong in der DDR. In den Sechzigern finanzierte das US-Außenministerium Musikertouren, um durch den Jazz ein positiveres USA-Bild in die Welt zu bringen. Die Musiker, die bei diesem Programm mitmachten, wurden Jazz-Ambassadors genannt. Dabei waren große Jazzstrars wie Miles Davis, Benny Goodman, Dizzy Gillespie und eben auch Louis Armstrong.

Als Armstrong von einem Westdeutschen Journalisten gefragt wurde, ob er die Mauer schon gesehen habe, antwortete Armstrong, es ginge ihm nur um die Unterhaltung und die Musik. Alles andere herum solle man vergessen.
Heute ist aber auch bekannt, dass das US-Außenministerium die Musiker damals instruierte wie sie sich zu verhalten hätten und wie nicht. So ließ Louis Armstrong bei der Pressekonferenz in Berlin auch durchblitzen, dass er nicht sagen könne, was er wolle.

I can’t say what i wanna say, [...]. Forget about all the other bullshit.
Louis Armstrong

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