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SWEET SPOT.

Neugierig auf Musik

Kokoroko am 20.10. in München Geschockt über so viel Aufmerksamkeit

Sie spielen die Musik ihrer Generation und verbinden westafrikanische Klänge mit dem Sound der Londoner Jazzszene: Kokoroko. Am 20. Oktober spielt die Band in München – präsentiert von Sweet Spot.

Kokoroko | Bildquelle: Nina Manandhar

Bildquelle: Nina Manandhar

Einen wahren Raketenstart hat die Band im letzten Jahr hingelegt. Ihr Song "Abusey Junction" hat mittlerweile über 33 Millionen Klicks auf YouTube. Es sei ein Schock für die Band gewesen, erzählt die Bandchefin und Trompeter Sheila Maurice-Grey im Gespräch mit Sweet Spot – mit so viel Aufmerksamkeit habe Kokoroko nicht gerechnet.

Wir fühlen uns geehrt, dass Menschen unsere Musik hören und eine Verbindung dazu finden.
Sheila Maurice-Grey

2014 formte sich die Band um Sheila Maurice-Grey und Schlagzeuger Onome Edgeworth. Heute sind sie zu acht – alles junge Musiker, von denen einige nigerianischer Herkunft sind. Die musikalischen Hintergründe und Vorlieben der Bandmitglieder reichen von Funk und Elektronik bis Pop und R’n’B. Viele von ihnen haben am Londoner Trinity College Jazz studiert. Und eine Besonderheit in der Bandbesetzung: der Bläsersatz besteht ausschließlich aus Frauen.

Der Bandname "Kokoroko" stammt aus der nigerianischen Sprache Urhobo und bedeutet "stark sein". Die Musik von Kokoroko ist eine Mischung verschiedenster Genres: zum einen Afrobeat und Highlife, beide verwurzelt in Westafrika, zum anderen Jazz aus London. Ein großer Einfluss für die Band ist der Erfinder des Afrobeats - Fela Kuti. Bei seinen Songs steht vor Melodik und Harmonik der Rhythmus im Vordergrund. London ist Brutstätte für das Experimentieren mit Musik aus Westafrika und der Band ist es wichtig, ihre Tradition hier zu erhalten und weiterzugeben.

Sweet Spot präsentiert

Sonntag, 20. Oktober 2019
KOKOROKO
Ampere München
Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr
VVK € 22,50 / AK € --

Das Debüt-Album "Kokoroko" vereint vier Tracks. "Adwa" nimmt Bezug auf die gleichnamige äthiopische Stadt und die dortige historische Schlacht von Adwa. Der zweite Song "Ti-de" ist Sheila Maurice-Greys persönlicher Favorit auf dem Album. Sie schrieb die Hauptmelodie und einige der Akkorde. Der Song sei in einer für Sheila sehr schwierigen Zeit entstanden und sehr heilsam gewesen.

Das Wort Ti-de bedeutet today: im Song geht es für mich darum, im Moment zu leben. Und die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind.
Sheila Maurice-Grey

"Uman", der Titel des dritten Tracks, heißt übersetzt "Frau". "Der Song ist meine Art, die schwarze Frau zu feiern", erklärt Bandleaderin Sheila Maurice-Grey. Der Hit "Abusey Junction" wurde vom Gitarristen der Band Oscar Jerome in Gambia komponiert und fängt die Stimmung dieses Ortes ein. Auch der Name des Songs nimmt darauf Bezug: in Gambia gibt es eine Kreuzung, englisch junction, die "Abusey" heißt.

YouTube-Vorschau - es werden keine Daten von YouTube geladen.

KOKOROKO - ABUSEY JUNCTION // WE OUT HERE | Bildquelle: Brownswood Recordings (via YouTube)

KOKOROKO - ABUSEY JUNCTION // WE OUT HERE

Diese und viele andere Songs spielt Kokoroko derzeit auf Tour, die sich seit Februar auf die Bühnen in und außerhalb Europas bringt. Am 20. Oktober ist die Band im Ampere in München zu erleben - präsentiert von Sweet Spot.

Tourdaten von Kokoroko

16.10.2019    Zürich
18.10.2019    Mannheim
20.10.2019    München
21.10.2019    Köln
22.10.2019    Hamburg
23.10.2019    Berlin

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