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Neugierig auf Musik

SWEET SPOT Radio - mit Bariton Konstantin Krimmel Wenn das Dämonische gut von der Hand geht

Mit seiner Stimme und seiner starken Ausdruckskraft hat Konstantin Jury und Publikum beim diesjährigen Deutschen Musikwettbewerb um den Finger gewickelt. Warum seine große Lust am Geschichtenerzählen viel mit Urlaub in der rumänischen Heimat seiner Mutter zu tun hat? Und warum es bei ihm lieber auch mal düster und böse sein darf? Antworten gibt es bei SWEET SPOT - und Konstantin singt natürlich live.

Konstantin Krimmel | Bildquelle: Maren Ulrich

Bildquelle: Maren Ulrich

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Konstantin Krimmel

Beim Deutschen Musikwettbewerb 2019 hat der in Ulm geborene Konstantin Krimmel gewonnen - und den Publikumspreis abgestaubt. Weil er einfach eine wunderbare Stimme hat und unfassbar charmant rüberkommt. Dabei kann er, was das Emotionale angeht, ziemlich viel bieten. Im März in Nürnberg, also beim Wettbewerb, hat er mit der Arie "Herr Gott Abrahams" von Mendelssohn dem Publikum fast ein bisschen das Herz gebrochen. Dann kam leichtfüßig Mozarts "Papageno". Aber eigentlich steht Konstantin, wie er SWEET SPOT verraten hat, auf den Abrgrund, der überall lauert.

Das Böse, das Dämonische. Da hab ich einen Draht dazu.
Konstantin Krimmel

Seine Leidenschaft für das, was dann in den Keller geht - wie Konstantin es selbst ausdrückt -, feiert er auf seiner Debüt-CD namens "SAGA". Alles fängt schön an und wird langsam immer finsterer. "Das ist schon ein großer Schwerpunkt" sagt Konstantin, "dieses Böse, dieses Dämonische. Da merke ich, dass mir das gut von der Hand geht. Das kann ich gut wiedergeben."

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„Der Feuerreiter“ - Hugo Wolf | Bildquelle: Konstantin Krimmel (via YouTube)

„Der Feuerreiter“ - Hugo Wolf

Und woher holt Konstantin dieses Verständnis, dieses Gefühl für all diese Bilder, die er so gut darstellen kann? Viel wird recherchiert. Das Wissen um die historischen oder mythologischen Zusammenhänge sei schon sehr notwendig für die Interpretation. Aber nicht nur das. Bis er 18 war, ist Konstantin im Urlaub regelmäßig in die Heimat seiner Mutter gefahren: nach Rumänien in ein Dorf, das eine Stunde entfernt von Herrmannstadt liegt.

Und wenn Konstantin über diese zweite Heimat spricht, gerät er sofort ins Schwärmen. Weil es eine so andere Welt ist, wo es noch einfach zusammengezimmerte Pferdkutschen gibt und Bauern, die noch mit Kühen pflügen. "Ich baue meine Erinnerungen und Erfahrungen von dort in mein Singen ein", erklärt er. Und versichert, wie sehr sie ihm helfen, überhaupt zu singen. "Ich bin sehr dankbar, dass mich das so geprägt hat."

Konstantin Krimmel mit seiner Pianistin Doriana Tchakarova bei SWEET SPOT

Am 11. November 2019 ist der Bariton Konstantin Krimmel zu Gast bei SWEET SPOT von 21:05 bis 23:00 Uhr. Es moderieren Kathi Roeb und Clemens Nicol.

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