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SWEET SPOT.

Neugierig auf Musik

SWEET SPOT Sommer-Session in der Tonhalle Ein Fest der Kammermusik

Bei diesem besonderen Live-Konzert in der Münchner Tonhalle bringt SWEET SPOT Musiker zusammen, die in dieser Konstellation noch nie zusammengespielt haben. Es geht dabei um Grenzgänge, Risiko, Wagnis - und um neue musikalische Freundschaften, mutige Experimente und die Faszination der Kammermusik. Die Funken sprühen nur so auf der Bühne, wenn Frank Dupree, Vivi Vassileva, Pablo Barragán und Kian Soltani aufeinandertreffen. Macht zusammen mit den Musikern ganz tolle musikalische Entdeckungen: Klassik, Tango, Salsa, Jazz, Improvisation - so habt ihr Kammermusik noch nie gehört!

SWEET SPOT-Sommersession in der Tonhalle, mit: Frank Dupree (Klavier), Kian Soltani (Cello), Pablo Barragán (Klarinette), Vivi Vassileva (Percussion) | Bildquelle: Alescha Birkenholz

Bildquelle: Alescha Birkenholz

In voller Länge zum Anhören

Sommer-Session in der Tonhalle

Corona zum Trotz - wir feiern den Sommer und die Musik und haben dafür den guten alten SWEET SPOT-Bekannten Frank Dupree gebeten, ein verrücktes Kammerkonzert auf die Beine zu stellen. Frank war sofort Feuer und Flamme und hat drei weitere befreundete Musiker für dieses Projekt mit ins Boot geholt. Nach einer intensiven Vorbereitungszeit, akribischer Repertoiresuche und wilden Arrangement-Sessions war es Anfang Juli dann endlich soweit: Die vier Musiker traten in der Münchner Tonhalle vor ein 30-köpfiges Publikum - selbstverständlich streng nach Hygienevorschriften und mit Mindestabstand.

Wir alle vier sind Musiker, die aus dem Bauch, aus dem Herzen und aus dem Kopf musizieren. Da wird wild improvisiert, da geht's auch mal ab!
Frank Dupree

"Frank hat eine geniale Auswahl getroffen", sagt die Schlagzeugerin Vivi Vassileva. "Denn wir sind alle sehr loyale klassische Musiker, und trotzdem lieben wir das Verrückte, das Andere in der Musik." Ein wahres Feuerwerk lösten die vier auf der Bühne aus - Beethoven trifft hier auf wilde Tango- und Salsa-Tänze, osteuropäische ungerade Rhythmen überschlagen sich und münden in persische Klagelieder. Und auch wenn die Musiker in dieser Konstellation noch nie zusammengespielt haben - die Chemie stimmt auf Anhieb. "Es ist schon wichtig, wenn man eine gute Energie auf der Bühne haben will, dass man sie auch abseits der Bühne hat", sagt Kian Soltani. Die vier sind Freunde. Und ja, man hört es auch.

Kian Soltani - Violoncello

Er ist jung, charmant und selbstbewusst. Er gewann diverse Wettbewerbe, wurde von der Anne-Sophie-Mutter-Stiftung gefördert und bildet im Berliner Boulez Saal das Haustrio zusammen mit Daniel und Michael Barenboim. Der junge Österreicher fährt schon seit einer Weile auf der musikalischen Überholspur. Sein Debüt-Album "Home" ist 2018 bei dem renommierten Label Deutsche Grammophon erschienen. Kians Eltern stammen aus dem Iran - für "Home" war es ihm wichtig, diese Wurzeln musikalisch zu zeigen. Dafür bat er einen alten Freund seines Vaters, den iranischen Komponisten Reza Vali, für ihn ein Werk zu schreiben - eine Sammlung persischer Volkslieder war das Ergebnis dieses Auftrags.

Vivi Vassileva - Schlagzeug

"Wir können nicht wie ein Geiger die Leidenschaft in einen langen Ton legen - dafür haben wir ein Spektrum an unendlichen Klangmöglichkeiten - das ist, was ich so am Schlagzeug liebe", sagt Vivi Vassileva. An einem Strand in ihrer Heimat Bulgarien hörte sie zum ersten Mal ausgelassene Zigeunerrhythmen - von da an war Vivi den feurigen Schlagzeug-Klängen hoffnungslos verfallen und wollte die Schlägel nicht mehr aus der Hand legen. Mit 13 war sie jüngstes Mitglied im Bundesjugendorchester, mit 15 hat sie ihre erste CD herausgebracht, mit 16 wurde sie Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Theater München. Wenn Vivi heute um ihre unzähligen Schlaginstrumente wirbelt, bleibt kein Fuß still. Ob Swing-Pattern, Neue Musik oder heiße Salsa-Rhythmen - für ihre musikalische Experimentierfreudigkeit wurde Vivi schon mit dem Bayerischen Kunstförderpreis für Musik ausgezeichnet.

Frank Dupree - Klavier

Barock, Jazz, Neue Musik – Frank Dupree spielt alles und kann dabei auch noch dirigieren. Ein Mann mit Multitasking-Fähigkeiten eben. Am Jazz-Schlagzeug großgeworden, entschied er sich dann schließlich für das Klavier. Vom Klavier aus zu dirigieren, ist Franks besondere Leidenschaft. 2012 wurde er für seine Beethoven-Interpretation als Pianist und Dirigent mit dem 1. Preis beim Internationalen Hans-von-Bülow Wettbewerb in Meiningen ausgezeichnet. Als Dirigent assistierte er schon Sir Simon Rattle, François-Xavier Roth und Mario Venzago. Als Pianist gewann Frank 2014 den Deutschen Musikwettbewerb in Bonn - als einziger Preisträger und 2018 bekam er den Opus Klassik in der Kategorie "Konzerteinspielung des Jahres, 20./21. Jahrhundert".

Pablo Barragán - Klarinette

Pablo Barragán schafft es schon mit der ersten Note, eine besondere Verbindung zu seinem Publikum herzustellen. Sein Spiel ist differenziert, elegant und perfekt nuanciert. Er möchte Geschichten erzählen, Emotionen vermitteln und für jedes Werk eine eigene Farbpalette kreieren. 2012 wurde der spanische Klarinettist mit einem Sonderpreis beim ARD-Musikwettbewerb ausgezeichnet, andere Preise folgten. In seiner Heimat Spanien gibt Pablo Meisterkurse und engagiert sich als Professor des Orchestra Joven de Andalucía in der Nachwuchsförderung.

SWEET SPOT Sommer-Session aus der Tonhalle

Am Montag, 13. Juli ab 21:30 Uhr sendet SWEET SPOT die Aufzeichung des Konzerts aus der Münchner Tonhalle mit Pablo Barragán (Klarinette), Kian Soltani (Violoncello), Frank Dupree (Klavier) und Vivi Vassileva (Percussion).
Moderation: Kathi Roeb

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