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SWEET SPOT im Radio - mit LBT Einfach mal vom Jazz- zum Techno-Trio

Am 9. Juni stehen die drei Jungs vom Leo Betzl Trio im Finale des BMW Welt Jazz Award. Und zwar mit einem Programm, das sich aus einer Master-Zwischenprüfung an der Münchner Musikhochschule entwickelt hat. SWEET SPOT hat Bassist Maximilian Hirning vor dem Besuch in der Sendung zum Interview gebeten.

Leo Betzl Trio | Bildquelle: Leo Betzl Trio

Bildquelle: Leo Betzl Trio

Der Podcast zum Anhören

Das Leo Betzl Trio

Das Leo Betzl Trio hat auf dem Cover ihres aktuellen Albums eine Foto-Collage, auf der man sehen kann, wie gut (oder nicht gut) ihre Gesichtszüge ineinander passen. Leo Betzl (Klavier), Sebastian Wolfgruber (Schlagzeug) und Maximilian Hirning (Kontrabass) spielen seit drei Jahren zusammen.

SWEET SPOT: Euer aktuelles Album ist rausgekommen am 4. Mai 2018: "Way up in the blue" heißt es. Wie seid ihr auf den Titel gekommen?

Maximilian Hirning: Der letzte Track auf dem Album ist Moonglow, ein Jazz-Standard von Billie Holiday. "Way up in the blue" lautet eine Textzeile aus dem Stück. Und aus diesem kleinen Schnipsel aus Moonglow habe ich ein ziemlich langes Minimal-Stück gebaut, einmal kommt auch ganz kurz der Text vor. Deswegen heißt das Album auch so, um unsere Verwandlung von einem Jazz-Trio zu einem Techno-Trio zu zeigen – und wie man aus einem kleinen Jazz-Schnipsel ein großes Techno-Set machen kann.

SWEET SPOT: Fürs neue Album hast Du komponiert. Ihr heißt aber immer noch Leo Betzl Trio, passt das eigentlich noch?

Maximilian Hirning: Ich würd' schon ja sagen! Wenn man es in einem größeren Rahmen sieht. Unser erstes Album Levitation hat komplett Leo geschrieben, aufgenommen, produziert. Und das zweite habe jetzt eben ich gemacht. Bei ihm war es viel Modern Jazz und bei mir ist es eben Techno. Und vielleicht macht der Sebi ja auch noch ein Album…

SWEET SPOT: Er muss ja dann eigentlich – oder?

Maximilian Hirning: Wir haben total Bock drauf. Er tut immer so ein bisschen rum… das ist natürlich auch mordsviel Arbeit. Ich fänd es total cool, wenn er das machen würde.

SWEET SPOT: Wann ist eigentlich die Weiche gestellt worden, dass Deine Techno-Leidenschaft in den Vordergrund beim LBT treten darf?

Maximilian Hirning: Ich musste vor einem Jahr meine Master-Zwischenprüfung machen. Und wir haben vor zwei  Jahren den Hansjörg-Henzler-Jazz-Wettbewerb in Kempten gewonnen. Und da spielt man dann eine Tour durch ganz Bayern, für die ich schon ein Techno-Stück geschrieben habe. Das kam auf Konzerten super an. Deswegen hatte ich den Gedanken, es wäre cool, da irgendwann mal ein ganzes Set zu haben. Und deswegen habe ich das für meine Master-Zwischenprüfung komponiert. Und kurz nachdem wir das in der Unterfahrt gespielt haben, kam auch schon die Einladung zum BMW Jazz Award. Und dann haben alle im Trio gecheckt: Ok, das hat was krass Eigenes, wenn man solche Musik akustisch spielt – und das auch noch mit Improvisation verbindet. Und dann haben wir es alle ernst genommen, das Album produziert: und dann ging es Schlag auf Schlag.

SWEET SPOT: Finale beim BMW Welt Jazz Award ist am 9. Juni. Steigt die Aufregung?

Maximilian Hirning: Es geht. Der erste Preis ist 10.000 Euro, der zweite 5.000. So richtig verlieren können wir nicht mehr. Beim ersten Auftritt waren wir super aufgeregt, haben das Programm zum ersten Mal auswendig gespielt. Und das war auch noch vormittags, und ich schlafe eigentlich vormittags, weil ich gern nachts wach bin. Und dann bin ich eine Woche vorher schon früh aufgestanden, dass ich diesen Rhythmus für den Tag packe. Aber jetzt haben wir das Programm so oft gespielt und haben es wirklich intus. Und wir freuen uns einfach drauf, ein gutes Set hinzulegen.

LBT bei SWEET SPOT

Am 4. Juni 2018 erzählen und spielen LBT live im Radio bei SWEET SPOT - von 21.05 Uhr bis 23.00 Uhr auf BR-KLASSIK.

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