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U21-VERNETZT mit dem David Helbock Trio Musik als mystische Quelle

"Into the Mystic" heißt das neue Album des David Helbock Trios - und unternimmt eine musikalische Reise in die Welt der Sagen und Mythen. Die griechische Göttergesellschaft ist ebenso vertreten wie die "Star Wars"-Saga, der persische Dichter Hafis steht neben Ludwig van Beethoven und seiner 7. Symphonie. Man erkennt: Genre-Grenzen interessieren Helbock nicht besonders.

David Helbock Trio | Bildquelle: Alescha Birkenholz

Bildquelle: Alescha Birkenholz

U21-VERNETZT mit dem David Helbock Trio

Über Griechische Götter und Luke Skywalker

"Mich faszinieren einfach Geschichten", sagt David Helbock. Die Form ist dem gemütlichen Vorarlberger mit Tastenkäppi auf dem Kopf dabei ziemlich egal: ob als Buch oder Film - Hauptsache gut erzählt. Und er erzählt auch gerne selber, in seiner Lieblingssprache, der Sprache der Töne. Für seine musikalischen Geschichten zapft David die unterschiedlichsten Inspirationsquellen an: den Alltag, die Natur, Bücher, die ihn gerade bewegen. Für ihn entsteht Musik aus einer mystischen Quelle - und man weiß nicht wirklich, woher sie eigentlich kommt. Erst später entdeckt der Komponist, dass eine Geschichte gut dazu passt, und dann bekommt das musikalische Kind auch einen Namen.

Der Geschichtenstoff geht dem 33-Jährigen scheinbar nie aus. 2010 veröffentlichte David das 600-seitige "My Personal Realbook", eine Art musikalisches Tagebuch, für das er ein Jahr lang jeden Tag ein Stück komponierte. Über zehn Alben tragen inzwischen David Helbocks Namen - und seine unerschöpflichen Ideen.

Davids persönliche Geschichte beginnt im österreichischen Vorarlberg. Hier bekommt David im Alter von sechs Jahren zum ersten Mal Klavierunterricht. Er bleibt dabei, studiert das klassische Konzertpianistenfach - und schließt es auch mit Diplom ab. "Ich bin von Anfang an zweigleisig gefahren", erzählt der Jazzer. "Aber ich habe dann gemerkt, dass mich die klassische Aufführungspraxis sehr nervös macht: jeden Abend perfekt nach Noten zu spielen ist nicht mein Ding. Und in meiner eigenen Musik oder im Jazz war so viel Improvisation dabei, dass ich nicht nervös war." Die klassische Richtung ist David Helbock allerdings nicht abhanden gekommen: David bearbeitet in seinen Werken oft klassische Stücke, Klassik ist sein ständiger Wegbegleiter.

Musik kann uns auf eine mystische Art da ergreifen, wo Worte enden. Es war eines meiner Ziele, dieses Geheimnis der Musik aufzuspüren.
David Helbock

Auch auf seinem neuen Album "Into the mystic" findet man eine Bearbeitung von Beethovens Symphonie Nr. 7. Und noch viel mehr: Zusammen mit Raphael Preuschl an der seltenen Bass-Ukulele und Reinhold Schmölzer am Schlagzeug begibt sich David Helbock auf die Erkundungsreise durch Mythologien, altgriechische Göttersagen und Erdmythen. Immer wieder kehren die Drei in die Welt der "Star Wars“-Saga ein: vier Stücke von David Helbock, die die berühmte Filmmusik von John Williams aufnehmen, bilden das Skelett des Albums. Auf dem Weg begegnet das Trio dem griechischen Liebesgott Eros, dem persischen Sufi-Dichter aus dem 14. Jahrhundert Hafis, Luke Skywalker oder der Mutter Erde höchstpersönlich. Die musikalische Reise mutet mal lyrisch, mal hymnisch an, und sie verfolgt immer das gleiche Ziel: die Suche nach guten Geschichten.

U21-VERNETZT mit Annekatrin Schnur - Sendetermine und weitere Links

5. Februar 2017, ARD-Alpha, 11.00 Uhr
6. Februar 2017, BR-KLASSIK Radiosendung ab 21.05 Uhr
6. Februar 2017, br-klassik.de, Live-Videostream ab 21.05 Uhr

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