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U21-VERNETZT von der Münchener Biennale zum Nachschauen Badelatschen, Schwimmflügel & ein Knabenchor

Egal ob im Müller‘schen Volksbad, im Gasteig oder im Muffatwerk: Die Biennale hat München knappe zwei Wochen lang fest im Griff. U21-VERNETZT taucht in die Welt des Neuen Musiktheaters ein und stellt die Festival-Protagonisten und ihre Werke vor.  

Münchner Biennale 2016 | Bildquelle: BR

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Zum Nachschauen: U21-VERNETZT

Am Puls der Münchener Biennale

18 Knabenkörper treiben leblos im Wasser. Aus dem Nichts, aus einem Geräusch heraus entwickelt sich eine Art rituelle Melodie. Nach und nach erwachen die Jungen zum Leben. Sie fangen an zu singen und verlassen langsam das Schwimmbecken des Müller'schen Volksbads. "Für immer ganz oben" erzählt die Geschichte eines Jungen, der an seinem 13. Geburtstag ins Freibad geht - und dort unerwartet mit dem Mannwerden konfrontiert wird. Die 18 Knabensoprane sind die Stimmen in seinem Kopf, mit ihrer Hilfe werden die Irrungen und Wirrungen der plötzlich einbrechenden Pubertät sichtbar.

"Für immer ganz oben"

nach einer Erzählung von David Foster Wallace
Brigitta Muntendorf, Komposition
Abdullah Kenan Karaca, Regie

Uraufführung: Mittwoch, 1. Juni, 20.30 Uhr
Müller'sches Volksbad, München

Die Komponistin Brigitta Muntendorf und der Regisseur Abdullah Kenan Karaca lassen die Zuschauer von der Galerie aus in die Gedankenwelt des Jungen eintauchen. Sie beobachten von oben, wie der Junge im Schwimmbecken immer mehr in den Strudel der ihm bis dahin unbekannten Erwachsenenwelt gerät. Die Geschichte spitzt sich schließlich zu: Es ist der Weg zum Sprungturm, die metaphorische Grenze zwischen Kindheit Erwachsenwerden. Das Publikum hält den Atem an: Wird er springen? Oder doch nicht?

Überhaupt, seien solche Fragen ja sowieso allgemeingültig, - meint die Komponistin Brigitta Muntendorf. Möchte man gerne springen? An welchen Stellen im Leben wäre man vielleicht gerne gesprungen? Oder kann man überhaupt schwimmen? Das sollte sich jeder mal fragen. Die Münchener Biennale hat die Antworten auf diese Fragen für sich vielleicht schon gefunden: Mit Daniel Ott und Manos Tsangaris, den Neuen an der Spitze der Biennale, wagt das Festival große Veränderungen und bietet ab sofort vor allem eine Plattform für den Nachwuchs. Für die Biennale 2016 entwickelte das Leitungsduo ein völlig neues Konzept, das sehr stark von Entwicklung und Forschung geprägt ist. Die üblichen Produktionsprozesse der Oper werden von nun an ignoriert, stattdessen setzten die Chefs auf Teamarbeit: In internationalen Workshops ist ein Großteil der Ideen und Projekte entstanden, die die jungen Künstler jetzt in München präsentieren.

U21-VERNETZT mit Annekatrin Schnur: Sendetermine und weitere Links

5. Juni 2016, ARD-Alpha, 11.00 Uhr
6. Juni, BR-KLASSIK Radiosendung ab 21.05 Uhr
6. Juni, br-klassik.de, Livestream ab 21.05 Uhr

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