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Repertoire Highlights Die wichtigsten Rollen der Gruberová

In ihrer Karriere als Koloratur- und Belcanto-Sängerin kann Edita Gruberová auf etliche Paraderollen zurückblicken. BR-KLASSIK hat für Sie fünf besonders wichtige herausgesucht.

Edita Gruberova als Zerbinetta | Bildquelle: Wiener Staatsoper / Axel Zeininger

Bildquelle: Wiener Staatsoper / Axel Zeininger

Perfektion in hohen und höchsten Sopranlagen - die entfaltet Edita Gruberová mit Belcanto-Repertoire im engeren Sinn: mit den tragischen Heldinnen von Gaetano Donizetti und Vincenzo Bellini, zum Teil auch Giuseppe Verdi. Atemberaubende Spitzentöne krönen ein brillantes Koloraturenfeuerwerk und reich schattierte Phrasierungskunst. Aber Edita Gruberová dringt auch bis zu den Untiefen des Seelenlebens ihrer Heldinnen vor.

Mit Nonchalance und Mühelosigkeit

Mit unschuldsvollem Augenaufschlag, Blumenhut auf dem Kopf, rotem Regenschirm in der Hand, ebenso witziger wie lässiger Nonchalance - so eroberte Edita Gruberová in der Rolle der Zerbinetta scharenweise Opernfans. Mit vergleichbarer Hingabe dürfte seither wohl keine Sopranistin mehr die Klippen der Arie in "Ariadne auf Naxos" von Richard Strauss bewältigt haben. Stets mit einem Lächeln auf den Lippen, als Zeichen der Mühelosigkeit. Bei der Frage nach den frühesten Erfolgen und dem eigentlichen Durchbruch zur Weltkarriere muss aber auch die Königin der Nacht in Mozarts "Zauberflöte" genannt werden.

Elisabetta in Donizettis "Roberto Devereux"

Debüt 1990 am Teatro Liceu Barcelona; Neuproduktion an der Bayerischen Staatsoper 2004 unter der Leitung von Friedrich Haider, in der Regie von Christof Loy, auf DVD dokumentiert (Deutsche Grammophon 2006); CD-Aufnahme ebenfalls unter Friedrich Haider (Nightingale 1994).

Norma in Bellinis "Norma"

Debüt konzertant 2003 in Japan, szenisch 2006 an der Bayerischen Staatsoper unter der Leitung von Friedrich Haider, in der Regie von Jürgen Rose, auf DVD dokumentiert (Deutsche Grammophon 2006); CD-Aufnahme ebenfalls unter Friedrich Haider (Nightingale 2005).

Violetta in Verdis "Traviata"

Debüt im mittelslowakischen Banská Bystrica 1968; Auftritt an der Bayerischen Staatsoper 1985 unter der Leitung von Carlos Kleiber und in der Regie von Otto Schenk; Auftritt an der MET 1989 in der Regie von Franco Zeffirelli; Auftritt am Teatro La Fenice zu Venedig unter Carlo Rizzi, in der Regie von Pier Luigi Pizzi, auf DVD dokumentiert (NVC Arts 1993); die CD-Aufnahme erfolgte ebenfalls unter Carlo Rizzi (Teldec 1992).

Zerbinetta in Richard Strauss' "Ariadne auf Naxos"

Debüt an der Staatsoper Wien 1973. Gruberová hat die Rolle der Zerbinetta dort bis zur "Ariadne"- Abschiedsvorstellung 2009 nicht weniger als 100 mal gesungen; die Wiener Neuproduktion 1976 unter der Leitung von Karl Böhm und in der Regie von Filippo Sanjust ist auf DVD und CD erschienen (Deutsche Grammophon 1976/78); außerdem gibt es CD-Aufnahmen unter Georg Solti (Decca 1977), unter Wolfgang Sawallisch (Orfeo 1982) und unter Kurt Masur (Philips 1998).

Königin der Nacht in Mozarts "Zauberflöte"

Debüt an der Staatsoper Wien 1970; Auftritt bei den Salzburger Festspielen 1974, dortige Neuproduktion von 1978 unter der Leitung von James Levine und in der Regie von Jean-Pierre Ponnelle auf DVD dokumentiert (TDK 1982); Auftritt an der MET 1977; Auftritt an der Bayerischen Staatsoper unter Wolfgang Sawallisch, in der Regie von August Everding, auch auf DVD (Deutsche Grammophon 1983); CD-Aufnahmen unter Bernard Haitink (EMI 1981) sowie unter Nikolaus Harnoncourt (Teldec 1987).

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