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Mozartfest Würzburg 2022 Das Festival in der Residenzstadt startet

Freigeist und Kosmopolit: Mozart war seiner Zeit stets ein bisschen voraus. In seiner 101. Ausgabe blickt das Mozartfest Würzburg daher in die Zukunft: mit einer Komponistin als Artiste Étoile und einer Menge internationaler Stars.

Würzburg: Die undatierte Aufnahme zeigt ein Orchester bei einem Auftritt beim Mozartfest im Kaisersaal der Residenz. Foto: Mozartfest Würzburg +++ dpa-Bildfunk +++ | Bildquelle: dpa-Bildfunk/Oliver Lang

Bildquelle: dpa-Bildfunk/Oliver Lang

Was macht man im Jahr danach? Nach dem großen Jubiläum zum 100. Geburtstag des Mozartfests Würzburg 2021? Für Intendantin Evelyn Meining ist es ein Neuanfang. 2022 beginnt für das Festival ein neues Jahrhundert. "Wir befragen Mozart auch in Zukunft in all seinen Ambivalenzen, beziehen ihn auf die Gegenwart", so Meining. Der schlimmste Feind der Klassiker sei eine unantastbare Musealität, sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seiner Jubiläumsrede im vergangenen Jahr.

Hinwendung zur Gegenwart mit der Komponistin Isabel Mundry

Komponistin Isabel Mundry | Bildquelle: BR/Astrid Ackermann Artiste Étoile: Die Komponistin Isabel Mundry. | Bildquelle: BR/Astrid Ackermann Und deshalb setzt das Würzburger Mozartfest ein deutliches Zeichen mit Blick auf Gegenwart und Zukunft: Artiste Étoile ist 2022 kein Interpret, keine Interpretin, sondern mit Isabel Mundry eine Komponistin, die etwa auch schon für die Musica Viva komponiert hat. "Inwiefern spricht Mozarts Musik zu uns oder auch nicht?" Diese Frage umkreist Isabel Mundry in acht von ihr kuratierten Programmen mit vier Uraufführungen eigener Werke, entwickelt in enger Zusammenarbeit mit den Musiker*innen, darunter Nils Mönkemeyer, Tianwa Yang oder die Bamberger Symphoniker unter Andrew Manze. "Ich versuche, Programme zu entwickeln, in denen die Gegenüberstellungen fruchtbar werden können", so die Komponistin. Mozart als Labor für unsere Zeit.

Pop, Experiment, Begegnung: Beim Mozartfest Würzburg soll neu hingehört werden

Unter dem Motto "Neues Hören – Unexpected" bietet das Mozartfest Würzburg für alle Neugierigen Wege jenseits des traditionellen Konzerts: etwa in der Sektion "Kreative Konzertformate" im MozartLabor oder beim Orchester im Treppenhaus; mit dem Ensemble Musikfabrik und der Singer-Songwriterin Marie Spaemann; oder mit dem M PopUp, einem innerstädtischen Ladenlokal, das für Experiment und Kunst, für Ausstellungen und Begegnungen offen steht.

Spitzeninterpretationen von Vilde Frang oder Albrecht Mayer

Die norwegische Violinistin Vilde Frang | Bildquelle: BR Klassik-Stars zu Gast in Würzburg: Die norwegische Geigerin Vilde Frang. | Bildquelle: BR Das Mozartfest wäre aber natürlich auch nicht 101 Jahre alt geworden, wenn nicht in jedem Jahr die Stars der Klassik nach Würzburg kommen würden, um die atemberaubenden Rokokoräumlichkeiten der fürstbischöflichen Residenz mit Klängen zu erfüllen: Albrecht Mayer, Vilde Frang, Regula Mühlemann oder Claire Huangci etwa gastieren als Solist*innen, dazu kommen Spitzenorchester wie das Scottish Chamber Orchestra, die Bamberger Symphoniker oder das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das mit seinen regelmäßigen Auftritten erst die Wiederauferstehung des Mozartfests nach dem Zweiten Weltkrieg ermöglicht hat. Auch aufgehende Sterne stellen sich beim Mozartfest vor, wie etwa der südkoreanische Pianist Seong-Jin Cho, der gerade zu einer internationalen Karriere durchstartet und der das Festival zusammen mit den Bamberger Symphonikern am 20. Mai eröffnet (Die Wiederholung des Konzerts am 21. Mai überträgt BR-KLASSIK live).

Das Mozartfest Würzburg auf BR-KLASSIK:

21. Mai, 20:05 Uhr: Das Eröffnungskonzert live mit Seong-Jin Cho und den Bamberger Symphonikern
6. Juni, Panorama 14:05 Uhr: Scottish Chamber Orchestra, Vilde Frang (Violine)
3. Juli, Festspielzeit 20:05 Uhr: Tianwa Yang (Violine), Nicholas Rimmer (Klavier)
16. Juli, Festspielzeit 18:05 Uhr: Klavierduo GrauSchumacher, Ensemble Resonanz
21. Juli, Festspielzeit 18:05 Uhr: Robert Levin (Klavier)

Sendung: "Allegro" am 20. Mai 2022 ab 6:05 Uhr auf BR-KLASSIK

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