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Opus Klassik 2021 Gala Sonderpreis für "KlickKlack"

Mit einer großen Gala wurde am Sonntag Abend der OPUS KLASSIK vergeben. Auch BR-KLASSIK zählt zu den Preisträgern: KlickKlack, das Musikmagazin im BR Fernsehen mit Sol Gabetta und Martin Grubinger, wurde mit dem "Sonderpreis der Jury für besondere mediale Formate und Verbreitung" im Bereich klassischer Musik ausgezeichnet. Weitere Preise gingen an die junge ägyptische Sopranistin Fatma Said sowie an die afro-amerikanische Sopranistin Reri Grist, die für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde.

Konzerthaus Berlin Gendarmenmarkt | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

Ein großer roter Teppich lag zur feierlichen Gala auf der Außentreppe des Konzerthauses am Gendarmenmarkt aus. Fast 50 Gewinnerinnen und Gewinner waren in den verschiedenen Kategorien benannt worden, darunter die bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva (Sängerin des Jahres), der polnische Tenor Piotr Beczala (Sänger des Jahres) oder die Komponistin Olga Neuwirth. Zu den vier Sonderpreisträgern zählt – neben dem Geiger Daniel Hope – auch das Musik-Magazin "KlickKlack", das alle 14 Tage im Bayerischen Fernsehen läuft. Bei der Gala in Berlin nahm BR-Programmdirektor Kultur Dr. Reinhard Scolik den Preis stellvertretend für die Redaktion entgegen.

KlickKlack ist auf seine Art und Weise einzigartig in Deutschland.
BR-Programmdirektor Kultur Dr. Reinhard Scolik

Musikalische Themen erfolgreich in die Gesellschaft tragen

Sol Gabetta in New York 2018. | Bildquelle: BR Sol Gabetta bei einer KlickKlack-Sendung aus New York | Bildquelle: BR Gesichter von KlickKlack sind die Cellistin Sol Gabetta und der Schlagzeuger Martin Grubinger. Sie moderieren die halbstündige Sendung abwechselnd an verschiedenen Orten. "Ein großartiges und leidenschaftliches Moderatorenduo", so Reinhard Scolik. Und Oswald Beaujean, Leiter des Programmbereichs BR-KLASSIK, ergänzt: "Ich freue mich riesig für Sol Gabetta und Martin Grubinger, die seit so vielen Jahren unglaublich engagiert Stars der Klassikszene begegnen, die immer wieder aufs Neue junge, talentierte Musikerinnen und Musiker entdecken und spannende musikalische Themen erfolgreich in die Gesellschaft tragen." Neben dem charismatischen Moderations-Duo besticht die Sendung auch durch ihre moderne Bildsprache und die subjektive Kameraführung.

Große Freude bei den Preisträgern

KlickKlack-Redakteur Alexander Hellbrügge (links unten) mit Martin Grubinger bei der Moderationsaufzeichnung im Mozarteum. | Bildquelle: BR KlickKlack-Redakteur Alexander Hellbrügge beim Dreh mit Martin Grubinger | Bildquelle: BR Auch in der Klickklack-Redaktion wurde die Auszeichnung mit großer Freude aufgenommen. "Normalerweise berichten wir über Künstler, die den gewinnen. Und jetzt bekommen wir selber einen. Das ist natürlich schon etwas Besonderes", meint Redakteur Alexander Hellbrügge. "Aber der Opus Klassik geht natürlich in Wirklichkeit an Sol Gabetta und Martin Grubinger, die seit über 10 Jahren mit so einer Begeisterung dieses Magazin moderieren. Mein Dank geht aber vor allem auch an alle Kameraleute und die Cutter. Herzlichen Dank und große Freude!"

Wir freuen uns ungemein über den Opus Klassik. Das ist etwas Besonderes.
Klickklack-Redakteur Alexander Hellbrügge

Tränen in den Augen bei Nachwuchskünstlerin Fatma Said

10.10.2021, Berlin: Fatma Said (l-r), ägyptische Sopranistin, Sonya Yoncheva, bulgarische Sopranistin,  und Désirée Nosbusch, Schauspielerin und Moderatorin der Veranstaltung, kommen zur Verleihung des Musikpreises Opus Klassik. Die Auszeichnung wurde erstmals 2018 von Musikkonzernen, Platten-Labeln und Konzertveranstaltern vergeben, nachdem der Echo-Klassik wegen eines Antisemitismus-Skandals abgeschafft worden war. Foto: Christophe Gateau/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bildquelle: dpa-Bildfunk/Christophe Gateau Die Sopranistinnen und Preisträgerinnen Fatma Said und Sonya Yoncheva mit der Moderatorin des Abends, Désirée Nosbusch | Bildquelle: dpa-Bildfunk/Christophe Gateau Moderiert wurde die feierliche Gala, die auch im ZDF übertragen wurde, von Désirée Nosbusch. Besondere Momente waren die Dankesrede der jungen ägyptischen Sopranistin Fatma Said und der Sopranistin Reri Grist. Mit Tränen in den Augen bedankte sich Said für den Preis als Nachwuchskünstlerin des Jahres. Ihre Schwester, die im Publikum saß, verfolgte ihren Auftritt ebenso mit feuchten Augen. Die 89-jährige Reri Grist, die für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde, bedankte sich über eine Videozuspielung. "Ich danke Ihnen, ich danke Ihnen allen – meiner Familie, meinen Freunden, die mir geholfen haben. So vieles in meinem Leben war im richtigen Moment, in der richtigen Zeit, ohne dass ich es gewusst habe. Ich hoffe, dass ich jungen Leuten, die auch träumen, meine Erfahrung weitergeben kann, dass das ihnen helfen wird." Grist sang 1957 in der Urbesetzung der «West Side Story» von Leonard Bernstein die Rolle der Consuelo. In den 60er Jahren wurde sie mit der Rolle der Königin der Nacht aus Mozarts «Zauberflöte» am Opernhaus Köln als erste afroamerikanische Sängerin überhaupt festes Ensemble-Mitglied an einem europäischen Opernhaus.

So vieles in meinem Leben war im richtigen Moment, in der richtigen Zeit!
Sopranistin Reri Grist

Der OPUS KLASSIK existiert seit 2018 und wird in mehreren Kategorien im Bereich Klassische Musik vergeben. Ausrichter ist der Verein zur Förderung der Klassischen Musik e. V.; in ihm sind Label, Veranstalter, Verlage und Persönlichkeiten der Klassik-Welt vertreten. Der Branchen-Preis wurde im Zuge der Abschaffung der Echo-Preise ins Leben gerufen. Zu den weiteren 2021 ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstlern zählen auch Pianist Daniil Trifonov, Geiger Augustin Hadelich, der Klarinettist Martin Fröst, die Sopranistin Regula Mühlemann oder das Ensemble Modern. Auch Ensembles wie das Quatuor Ébène, der Berliner Mädchenchor oder die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen durften sich über einen Preis freuen. Als einziges Festival wurde das Mozartfest Würzburg ausgezeichnet.

Sendung: KlickKlack am Mittwoch, 20.10., ab 0:05 Uhr und am Sonntag, 24.10., ab 9:40 Uhr im Bayerischen Fernsehen

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