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Robert Schumann - Eine Hörbiografie "Die innere Stimme"

Das Leben und Werk des großen romatischen Komponisten Robert Schumanns steht im Mittelpunkt der Hörbiografie von Jörg Handstein. In der Reihe "BR-KLASSIK WISSEN" ist dies nun mittlerweile die neunte Komponistenbiografie.

CD Cover Robert Schumann - Die innere Stimme | Bildquelle: BR

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Dass Schumann zu den wichtigsten Stimmen der musikalischen Romantik gehört, ist unbestritten. Doch manche Fragen werden noch heiß diskutiert: Wie war sein Verhältnis zu seiner Ehefrau Clara, der größten Pianistin des 19. Jahrhunderts? Was brachte ihn in die Irrenanstalt? Woran starb er? Reißerisch präsentierte „Enthüllungen“ stellen oft Schumanns übriges Leben in den Hintergrund. Dabei hat er eine innerlich ungemein reiche Biografie in einer bewegten Epoche. Auf der Basis des gesicherten Wissens erzählt diese Hörbiografie die ganze Geschichte.

In Deutschland gärte es politisch und künstlerisch, und Schumann war auf der Suche nach einer neuartigen Musik, die dieser erregten Zeit Ausdruck gibt. In seiner Humoreske op. 20 steht eine „Innere Stimme“, die nur imaginär gesungen wird. „Unbekannte Gesänge, die ich nie gehört, durchströmten mein Inneres – Gesänge, die mich wie Geisterstimmen umtönten.“ So heißt es in E.T.A. Hoffmanns Kreisleriana, die Schumann zu seinem gleichnamigen Klavierzyklus inspirierten. Und im Februar 1854 hörte er selbst derartige Stimmen – bekanntlich der Anfang vom Ende. Ein Zufall? Eine vielstimmige Hörbiografie kann solchen untergründigen Zusammenhängen am besten nachgehen, und so liefert die „Innere Stimme“ auch deren Titel und Leitgedanken. Sie steht für Schumanns enorme Kreativität ebenso wie für seine labile, gefährdete Psyche und seine Feinfühligkeit für Weltveränderungen.

Udo Wachtveitl ist der Erzähler bei den Hörbiografien | Bildquelle: BR/Thomas Becker Udo Wachtveitl ist der Erzähler | Bildquelle: BR/Thomas Becker

Die zehnteilige Hörbiografie gibt auch Schumanns wilder Jugendzeit breiten Raum und natürlich dem aufwühlenden Kampf um Clara, dem wohl größten „Liebesroman“ der Musikgeschichte. Allerdings wird nichts hinzugedichtet: Alles beruht auf den originalen Quellen, die dramatisch genug sind, lebensnah und berührend. Und wie in einer normalen Biografie kaum möglich, spielt die Musik eine Hauptrolle: Rund 150 Ausschnitte aus Werken aller Gattungen beleuchten Schumanns Schaffensweg, darunter auch selten zu hörende Frühwerke und Raritäten. Interpreten wie John Eliot Gardiner, Nikolaus Harnoncourt, Eric Le Sage und Christian Gerhaher bürgen für höchste Qualität. Eine komplette, erst im März 2018 entstandene Live-Aufnahme der „Frühlingssymphonie“ mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Mariss Jansons ergänzt die Hörbiografie. Auch herausragende Schauspieler wie Udo Wachtveitl (Erzähler), Matthias Brandt (Robert Schumann) und Brigitte Hobmeier (Clara) sorgen für besonderen Hörgenuss.

ROBERT SCHUMANN: DIE INNERE STIMME
EINE HÖRBIOGRAFIE VON JÖRG HANDSTEIN

CD 1
01 1. Kapitel: Berühmt unter allen Umständen (1810 – 1828)
02 2. Kapitel: Poesie und Prosa (1828 – 1830)
03 3. Kapitel: Maskeraden (1830 – 1834)
Total time: 69:44

CD 2
01 4. Kapitel: Erster Kuss im November (1834 – 1837)
02 5. Kapitel: Wieck gegen Wieck (1838 – 1840)
03 6. Kapitel: Trautes Heim (1840 – 1843)
Total time: 71:39

CD 3
01 7. Kapitel: Völkerfrühling (1844 – 1849)
02 8. Kapitel: Rheinische Symphonie (1849 – 1851)
03 9. Kapitel: Aufregungen (1851 – 1853)
Total time: 73:17

CD 4
01 10. Kapitel: Engel und Dämonen (1853 – 1856)
Symphonie Nr. 1 B-Dur, op. 38 „Frühlingssymphonie“
02 1. Satz: Andante un poco maestoso – Allegro molto vivace – Animato. Poco a poco stringendo
03 2. Satz: Larghetto
04 3. Satz: Scherzo. Molto vivace – Trio I. Molto più vivace – Trio II – Coda
05 4. Satz: Allegro animato e grazioso
Total time: 59:29

Musikbeispiele der Hörbiografie mit Martha Argerich, Olga Borodina, Janine Jansen, Mariss Jansons, Neeme Järvi, Kiev Chamber Choir, Anna Netrebko, Mikhail Pletnev, Sergei Leiferkus, Klenke Quartett u.v.a.


Udo Wachtveitl (Erzähler)
Matthias Brandt
(Robert Schumann)
Brigitte Hobmeier
(Clara Schumann)
Michael Tregor
(Friedrich Wieck)
Thomas Albus, Christian Baumann, Folkert Dücker u. a.
(Zitate)
Jörg Handstein
(Autor)
Bernhard Neuhoff (Redaktion und Regie)

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Mariss Jansons,
Dirigent

BR-KLASSIK 900916
4CDs


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