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Das CD-Label des Bayerischen Rundfunks

Pēteris Vasks Werke für Streichorchester - Cellokonzert

Zum 75. Geburtstag von Pēteris Vasks werdem auf dieser CD Werke für Streichorchester des lettischen Komponisten veröffentlicht: die drei Kompositionen „Musica serena", „Musica dolorosa" und „Musica appassionata" sowie sein zweites Konzert für Violoncello und Streicher mit dem Beinamen „Klātbūtne". Es spielt das Münchner Rundfunkorchester unter Leitung seines Chefdirigenten Ivan Repušić, Solist ist der Cellist Uladzimir Sinkevich.

Peteris Vasks - Musica serena, Musica dolorosa, Musica appassionata, Cellokonzert
© BR-KLASSIK-Label | Bildquelle: BR

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Zum 75. Geburtstag des lettischen Komponisten

Die Schönheit, die der lettische Komponist Pēteris Vasks in seinen Werken beschwört, wäre nicht möglich ohne die Erfahrung von Gewalt und Grausamkeit in dieser Welt. Er wuchs in Unfreiheit auf und war seines Glaubens und seiner künstlerischen Überzeugungen wegen den Repressalien der russischen Kulturdoktrin ausgesetzt. Sein Vater, ein baptistischer Pfarrer, galt als „Staatsfeind“. Sein Heimatland stand unter sowjetischer Kontrolle. So entwickelte Vasks in seiner Musik eine Vision der Freiheit und des subtilen Protests. Mit der sogenannten „singenden Revolution“ leiteten die Länder des traditionell chorbewegten Baltikums ihre Unabhängigkeit von der Sowjet-Herrschaft ein. Vasks’ ausdrucksstarke, unmittelbare und sich dabei oft bewusst einfach gebende Musik wurde rasch zum Sprachrohr des lange Zeit unterdrückten lettischen Volkes und verlieh der Nation eine stolze Stimme, die weltweit vernommen wird. Heute zählt Pēteris Vasks neben Arvo Pärt und Erkki-Sven Tüür zu den bekanntesten Komponisten aus den Baltenstaaten der ehemaligen Sowjetunion. – Am 16. April 2021 feiert die Musikwelt seinen 75. Geburtstag.

Alle Werke der vorliegenden CD sind für Streichorchester geschrieben: die drei aufeinander Bezug nehmenden Kompositionen Musica serena (dem finnischen Dirigenten Juha Kangas gewidmet; 2015), Musica dolorosa (1983) und Musica appassionata (2002) sowie Vasks’ zweites Konzert für Violoncello und Streicher mit dem Beinamen Klātbūtne (Präsenz; 2011/12). Vasks unbeschwerte, klagende (den Tod der Schwester ebenso wie die damalige politische Lage Lettlands verarbeitende) und leidenschaftliche Instrumentalstücke erlauben einen Überblick über die Vielfalt seines Schaffens in einem Zeitrahmen von nahezu drei Jahrzehnten. Sein spirituelles Cellokonzert, uraufgeführt von Sol Gabetta und der Amsterdam Sinfonietta unter Leitung von Candida Thompson in Gent, verweist mit seinem Titel auf das reine Sein seiner Musik, die ohne Distanz und in jedem Bogenzug präsent ist.

Es spielt das Münchner Rundfunkorchester unter Leitung seines Chefdirigenten Ivan Repušić; Solist ist der Cellist Uladzimir Sinkevich, der seit 2011 Solocellist des Münchner Rundfunkorchesters ist. Das im langsamen Satz des Cellokonzerts erklingende Wiegenlied mit volksmusikalischen Anklängen, das Sol Gabetta bei der Uraufführung selbst sang, wird von der Sopranistin Anna-Maria Palii interpretiert, seit 2016 Mitglied im Chor des Bayerischen Rundfunks.

Die Aufnahmen entstanden im Juni und Oktober/November 2020 in München unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln, die wegen der COVID-19-Pandemie erlassen worden waren. Ermöglicht wurde dies dank der kammermusikalischen Streicherbesetzungen der ausgewählten Werke – und durch gebührende Abstände zwischen den Musikern und baulich-funktionelle Vorkehrungen wie Trennscheiben und separate Mikrofone im Studio 1 des BR.

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Uladzimir Sinkevich, Violoncello
Anna-Maria Palii, Sopran
Münchner Rundfunkorchester
Ivan Repušić
, Leitung

BR-KLASSIK CD 900336
Total Time: 76'53 Minuten


Erhältlich im Handel und im BRshop

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