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Mariss Jansons dirigiert Sibelius

Auf dieser CD versammelt sind die bekanntesten und beliebtesten Musikstücke des großen finnischen Komponisten Jean Sibelius: "Finlandia", die "Karelia"-Suite op. 11 und die Symphonie Nr. 2. Die aktuellen Interpretationen durch das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Leitung seines Chefdirigenten Mariss Jansons wurden im Herbst 2015 in mehreren Münchener Konzerten aufgezeichnet.

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks Mariss Jansons - Sibelius Symphonie Nr. 2 | Bildquelle: BR Klassik

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Die Musik der symphonischen Dichtung "Finlandia" op. 26 entstand 1899 als Untermalung einer Aufführung "historischer Bilder" aus der finnischen Geschichte und Mythologie in Helsinki. Sie begeisterte Sibelius‘ Landsleute auf Anhieb mit eindrucksvollen Melodien, einer einnehmenden Orchestration und vor allem mit ihrem abschließenden Choral, zu dem auch patriotische Verse verfasst wurden, die "Finlandia" gewissermaßen zur heimlichen Nationalhymne Finnlands werden ließen. Als Sibelius seine Komposition 1900 während der Pariser Weltausstellung vorstellte, setzte sie sich international durch – das weltbekannte Musikstück wird in Finnland bis heute als patriotisch-emotionale Hymne verstanden.

"Lebende historische Bilder"

Die "Karelia"-Musik war 1893, einige Jahre zuvor, zu einer ähnlichen Gelegenheit entstanden. Sie verweist auf die finnische Landschaft Karelien und die Sagen des "Kalevala"-Epos, die zu jener Zeit mithalfen, die nationale Eigenständigkeit Finnlands gegenüber der offensiven russischen und schwedischen Einflussnahme zu betonen. Geradezu euphorisch wurde die Uraufführung der von Sibelius in Musik gesetzten "lebenden historischen Bilder" aufgenommen; bald kristallisierten sich aus dem umfangreicheren Werk jene vier Nummern heraus, die später auch publiziert wurden: die drei Sätze der "Karelia-Suite" op. 11 sowie die "Karelia-Ouvertüre" op. 10.

Jean Sibelius | Bildquelle: Erik Tawaststjerna: "Jean Sibelius", Salzburg und Wien 2005 Bildquelle: Erik Tawaststjerna: "Jean Sibelius", Salzburg und Wien 2005 An seiner zweiten Symphonie arbeitete Sibelius zwischen 1900 und 1902; sie erlebte ihre Uraufführung noch im gleichen Jahr in Helsinki. Diese seine bekannteste und populärste Symphonie ist – vor allem wegen ihres grandiosen Finales – in Finnland stets mit dem Kampf des Landes um seine Unabhängigkeit verbunden worden. Dem als finnischer Nationalkomponist verstandenen Sibelius wurde sie seine "Schicksalssymphonie", denn mit ihr emanzipierte er sich von einem bloß nationalfinnischen zu einem internationalen Tonsetzer. Hier herrscht eine "lichte, zuversichtliche Stimmung", wie der finnische Kritiker Karl Flodin schrieb, der sie mit den großen Symphonien Tschaikowskys verglich und – wie auch der Komponist selbst – ihre weit über den "exotischen" Nationalstil hinausgehende Bedeutung betonte: Sibelius‘ zweite Symphonie bietet eine "absolute", von keinem außermusikalischen Programm bestimmte Musik.

Die auf der CD versammelten Live-Mitschnitte von Konzerten des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks entstanden am 15. und 16. Oktober ("Finlandia"," Karelia"-Suite) und am 13. November 2015 (Symphonie Nr. 2) in der Münchener Philharmonie am Gasteig und im Herkulessaal der Residenz. – Aktuelle Interpretationen der großartigsten musikalischen Schöpfungen des finnischen Komponisten Jean Sibelius.

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JEAN SIBELIUS 1865–1957

Finlandia, op. 26
01 Andante sostenuto – Allegro moderato 8:41

Karelia-Suite, op. 11
02 Intermezzo. Moderato 3:57
03 Ballade. Tempo di Menuetto – Un poco più lento 7:51
04 Alla marcia. Moderato 4:59

Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 43
05 Allegretto 9:46
06 Tempo Andante, ma rubato 14:34
07 Vivacissimo – Trio. Lento e soave 5:56
08 Finale. Allegro moderato 14:34

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Mariss Jansons Dirigent

BR-KLASSIK 900144
1CD / Total time: 70:18

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