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Kleines ABC der Star Wars-Soundtracks Intergalaktische Orchesterwucht

Diese Woche startet der neue Film aus dem Star Wars-Kosmos: Rogue One. Filmmusikfans sind gespannt auf den ersten Soundtrack von Michael Giacchino. Die Musik, die John Williams zu den bisherigen Star Wars-Filmen geschrieben hat ist legendär. Wir stellen Ihnen musikalische Highlights aus der Star Wars-Saga vor.

A

Across the stars (II - Attack of the clones)

Träumerisch-romantische Oboenkantilene als Liebesthema für Padme und Anakin Skywalker, die sich später zu vollorchestralem Sound aufschwingt und motivisch wie stilistisch eine gewisse Nähe zu Schostakowitschs Titelmusik aus "Die Stechfliege" aufweist.

Anakin’s theme (I)

Ein in seiner Harmonik typisches John Williams-Thema, das die lichte Seite des Anakin Skywalker beschreibt – vor seiner Mutation zu Darth Vader.

B

Battle of the Heroes (III)

Die zweite, chorgewaltige Szene in Episode III: Die Rache der Sith. Sie ist das Pendant zu "Duel of the Fates" und untermalt das Duell zwischen Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker auf dem vulkanischen Planeten Mustafar, endend in der Transformation Anakins zu Darth Vader.

C

Cantina Band (IV - A New Hope)

Benny-Goodman-Swingstil der 1930er und Williams’ eigene Anknüpfung an frühere Aktivitäten als Jazzpianist.

D

Duel of the fates (I - The phantom menace)

Williams wollte mit diesem imposanten Chorsatz eine Art mystisch-sakraler Grundstimmung schaffen, als akustisches Passepartout für das Laser-Duell zwischen Qui-Gon Jinn, Obi-Wan Kenobi und Darth Maul. Der Text entstammt dem Buch „Die Weiße Göttin“ von Robert Grave und geht auf ein altes keltisches Gedicht zurück, das Komponist und Regisseur ins altindische Sanskrit übertragen ließen.

M

Main Title

Eine der opulentesten Titelmusiken der Filmgeschichte. John Williams befolgt dabei das Prinzip der Tonraum-Öffnung geradezu mustergültig: sein aufsteigendes Quint-Oktav-Motiv eröffnet dem Kinopublikum buchstäblich den intergalaktischen Raum.

P

Parade of the Ewoks (VI - Return of the Jedi)

Witziger, quasi neo-klassizistischer Marsch im Stile von Prokofjew, der kongenial den Charakter dieser Star Wars-"Hobbits" umschreibt.

Princess Leia’s theme (IV)

Diese Musik ist einer der lyrischen Gegenpole in der ansonsten stark martialisch geprägten Filmpartitur. Zugleich schlägt Williams damit eine Brücke zurück zu Erich Wolfgang Korngolds opernhafter Filmsinfonik, die Williams in die Filmmusik-Moderne hinübergerettet hat.

T

The Imperial March (V - The Empire strikes back)

Martialischer Marsch mit Darth Vader-Motiv als einem der Grundelemente in Williams‘ Star Wars-Musik.

The Throne Room/End Title (IV)

Von Mendelssohns Hochzeits-Entrée (Ein Sommernachtstraum) geht die Reise weiter bis hin zum staatstragenden Marsch alla Edward Elgar: "Very British" für ein US-amerikanisches Sciencefiction-Spektakel!

Y

Yoda’s theme (V)

Ein weiteres wichtiges Leitmotiv, das für die Weisheit des 66 Zentimeter großen Yoda steht, Meister des alten Jedi-Ordens und Lehrer von Luke Skywalker.

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